2026-080
Wo fange ich an? Bein durch mehrere Operationen knapp gerettet
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Schulterschmerzen. Arm wird dick. Diagnose Schleimbeutelentzündung. Abklärung im KH, ob Thrombose im Arm. Negativ. EGK unauffällig!
Nur Schmerzmittel mit hoher Dosierung.
An 5! Stellen am Körper bilden sich eifrige Abszesse.
Hausarzt: Zur Chirurgie überwiesen.
Chirurgische Praxis ans Krankenhaus verwiesen.
KH lehnt Aufnahme ab. Behandlung Nur ambulant ( Antibiotika und Verbandwechsel)
2. Es bildet sich ein blauer Fleck an der rechten Wade.
3. Ich nehme ständig an Gewicht zu. Der ganze Körper ist aufgedunsen.
Schlafen ist nur noch im Sitzen möglich.
Zudem reist die Haut an der Wade auf.
4. Wieder Krankenhaus.
Diagnose: 35 Liter Wasser zu viel im Körper.
Herzinsuffizienz, bzw. Vorhofflimmern. (4 Wochen zuvor war EKG ja noch unauffällig in der gleichen Klinik)
Diurese mit 160mg Furosemit intravenös. 2. Tag Kardiovision.
Ärzte: Herz schlägt jetzt normal. Wie beobachten ubd gucken in 4 Monaten nochmal genau.
Am 4. Tag Hinweis Es würde jetzt Wade gegen die Wunden unternommen. Dazu sei aber eine Verlegung in das 2. KH der Gruppe nötig.
Verlegung erfolgt.
Dort nur Verbandwechsel und Antibiotika.
Torasemid nur 10mg Tablette/Tag
3. Tag ein unbekannter Arzt im Zimmer:
Ohne Vorgespräch: “ sie brauchen einen Herzschrittmacher“
“ Wollen Sie? Ja oder nein?“
Legen war nur noch auf der linken Schulter möglich. Rechts schmerzen. Rücken keine Luft.
Meine Nachfrage war zu kritisch und die Ablehnung des Schrittmachers führte dazu, daß ich incompliant eingestuft wurde.
Entlassen Ende des Jahres.
Die nächsten Tage nur im Sitzen geschlafen.
Direkt nach Neujahr wieder ins 1. KH.
IM Krankenhaus innerhalb von 3 Tagen umgelegt, da sie dort mit der Zusatzversicherung a) nicht klarkommen und b) meiner Meinung nach unzulässig Verfahren sind.
Bakterien an der Wade haben sich tief eingeflossen.
Zufällig war mal eine Ärztin aus dem 3. KH der Gruppe vor Ort. Sofortige Verlegung dahin angeordnet (lapidar Aussage: ich kann versprechen, wir retten ihr Leben. Das Bein kann ich nicht versprechen)
Verlegung:
Ärztin der Gefäßchirurgie und Chefarzt der Plastischen Chirurgie dazu. Der sagt nach gründlicher Untersuchung. Es besteht gute Chance, das Bein zu retten
Es folgen mehrere Operation.
Ich könnte jetzt nochmal so lange schreiben was alles falsch Dort war. (AUSSTATTUNG MEDIKAMENTE, ABSPRACHEN, DRÄNGEN AUF NICHT NACHVOLLZIEHBARE UNTERSUCHUNGEN)
Eine solche Krankengeschichte ist außergewöhnlich belastend – körperlich, emotional und organisatorisch. Wenn sich Symptome über Wochen verschlechtern, mehrere Einrichtungen beteiligt sind und Kommunikation nicht funktioniert, geraten Betroffene in eine Situation, die kaum jemand allein überblicken kann.
Fälle wie dieser zeigen, wie schnell unklare Zuständigkeiten, fehlende Abstimmung zwischen Einrichtungen und unzureichende Kommunikation dazu führen können, dass sich ein Krankheitsbild trotz mehrfacher Kontakte mit dem Gesundheitssystem weiter verschlechtert. Gleichzeitig zeigt dieser Fall auch, dass entschlossenes medizinisches Handeln – sobald es greift – einen entscheidenden Unterschied machen kann.
Wenn Beschwerden sich trotz Behandlung verschlechtern oder neue Symptome hinzukommen, gibt es Möglichkeiten, aktiv zur eigenen Versorgung beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Nach einem Venenstripping wurde ein Nerv verletzt – mit dauerhaften Schmerzen. Ein CIRS-Fall über Diagnose, Behandlung und Patientensicherheit.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Pflegeberatungen nach §37.3 wurden von einer unqualifizierten Person durchgeführt. Was das bedeutet und wie es verhindert werden kann.
Fall lesen →Eine Physiotherapeutin führte Manuelle Therapie ohne Zusatzausbildung durch. Was bedeutet das für Patientensicherheit und Abrechnung?
Fall lesen →Ein Hochrisikopatient erlitt bei der Blutwäsche einen Kreislaufkollaps – 45 Minuten lang war kein Arzt erreichbar. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine übersehene Pulpitis (Zahnnerventzündung) führte zu tagelangen Schmerzen, Krankenhausaufnahme und unnötigen Untersuchungen. Was aus diesem Fall zu lernen ist.
Fall lesen →Nach einer Schulter-OP wurden Therapien ohne Wissen des Patienten von Auszubildenden ohne Aufsicht durchgeführt. Ein CIRS-Fall über Transparenz in der Reha.
Fall lesen →Ein Patient mit Allergien und Unverträglichkeiten erhielt in der Psychiatrie Normalkost – mit schweren Folgen. Was dieser CIRS-Fall über Diagnostik lehrt.
Fall lesen →Ein Venenzugang versagte bei einer ambulanten Magenspiegelung: Das Narkosemittel Propofol gelangte ins Gewebe. Ein CIRS-Fall über Risiken bei der Narkose.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall aus der Onkologie: Eine PA wurde als Ärztin wahrgenommen – ohne Korrektur. Was bedeutet das für die Patientensicherheit?
Fall lesen →Ein Sturz, eine übersehene Oberarmfraktur, jahrelange Folgen: Wie eine Sprachbarriere zur falschen Diagnose führte – und was das für Patienten bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team