Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-164

Keine Thrombose Spritzen bekommen – Folge Lungenembolie

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Lungenembolie nach OP: Thromboseschutz bei Entlassung vergessen

Ich erhielt die Diagnose Eierstockkrebs, daraufhin hatte ich eine sehr große Operation. Mir wurde der Bauch vom Schambein bis weit über den Bauchnabel aufgeschnitten . Ich war 10 Tage im Krankenhaus auf der Gynäkologischen Abteilung und bekam täglich eine Thrombose Spritze. Am Tag meiner Entlassung bin ich zu der Stationsschwester und fragte sie, ob ich noch Thrombose Spritzen für zu Hause bekomme. Sie meinte, dass das nicht mehr nötig sei, ich würde mich ja schließlich bewegen. Nach ca. 1 Woche zu Hause bekam ich immer schlechte Luft und war oft völlig ausser Atem. Ich bin dann wieder ins Krankenhaus in die Gynäkologie und schilderte mein Problem. Nach 6 Stunden Wartezeit wurde beim CT eine beidseitige Lungenembolie festgestellt. Daraufhin wurde mir ein Blutverdünner verschrieben. Aufgrund der Embolie konnte ich leider während der Chemotherapie nicht mit der Antikörpertherapie beginnen, weil man die nicht bekommt ,wenn man eine Lungenembolie hatte.

Gut gelaufen:

Zum Glück hatte ich sehr schnell einen OP Termin

Schlecht gelaufen:

schlecht gelaufen ist, dass man mir keine Thrombose Spritzen mit nach Hause ( bzw. ein Rezept dafür)gegeben hat. Keiner hat sich verantwortlich gefühlt.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine schwere Erkrankung, eine große Operation und dann der Weg zurück ins Leben zu Hause – das ist für Betroffene eine enorme Belastung. Manche Komplikationen treten erst nach der Entlassung auf, wenn die direkte medizinische Begleitung nicht mehr unmittelbar zur Verfügung steht.

Nach großen Operationen – besonders im Bauch- und Beckenbereich – besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen (Blutgerinnsel in den Venen) und Lungenembolien (Blutgerinnsel in der Lunge). Um dieses Risiko zu senken, werden häufig vorbeugend Spritzen mit einem Blutverdünnungsmittel verabreicht. Ob und wie lange diese Behandlung nach der Entlassung fortgeführt werden sollte, hängt von vielen individuellen Faktoren ab – und kann in der Hektik rund um die Entlassung manchmal ungeklärt bleiben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich beim Abschlussgespräch vor der Entlassung aktiv einbringt, kann dazu beitragen, offene Fragen rechtzeitig zu klären.

  • Es ist möglich, vor der Entlassung gezielt nach einem schriftlichen Entlassungsplan zu fragen. Darin kann festgehalten sein, welche Medikamente – einschließlich vorbeugender Spritzen – zu Hause fortzuführen sind. Eine mögliche Frage: „Bekomme ich einen Entlassungsbrief, der alle Medikamente und Maßnahmen für die nächsten Wochen auflistet?“
  • Wer nach einer Operation mit Thrombosespritzen behandelt wurde, kann direkt nachfragen, ob diese Behandlung zu Hause weitergeführt werden soll – zum Beispiel: „Ich habe hier täglich Thrombosespritzen bekommen – brauche ich dafür ein Rezept für die Zeit zu Hause?“
  • Bei Unsicherheit über die Antwort einer Person ist es möglich, darum zu bitten, die Frage nochmals mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu besprechen: „Können Sie das kurz mit der Ärztin / dem Arzt rückfragen, bevor ich gehe?“
  • Treten nach einer Entlassung neue oder sich verschlechternde Beschwerden auf – wie zunehmende Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust oder ein Bein, das anschwillt – kann es sinnvoll sein, diese ernst zu nehmen und zeitnah ärztliche Hilfe aufzusuchen, ohne abzuwarten.

Worauf Sie achten können

  • Vor der Entlassung: Gibt es ein schriftliches Dokument, das alle Medikamente und Folgemaßnahmen aufführt?
  • Sind Fragen zu vorbeugenden Maßnahmen wie Thrombosespritzen oder Blutverdünnern für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt besprochen und schriftlich festgehalten worden?
  • Ist ein Nachsorgetermin – zum Beispiel beim Hausarzt oder bei der behandelnden Fachärztin / dem behandelnden Facharzt – vereinbart oder bekannt, wann dieser stattfinden soll?
  • Sind Warnsymptome benannt worden, bei denen unverzüglich ärztliche Hilfe aufgesucht werden sollte – und ist klar, wohin man sich dann wenden kann?

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Ihre Meinung hilft uns!
Bitte helfen Sie mit das Portal weiter zu verbessern, damit unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit noch mehr Menschen erreichen.

Wie gefällt Ihnen unser Portal insgesamt?

Wie gefällt Ihnen unser Portal insgesamt?

Zurücksetzen

Haben Sie auf unserem Portal hilfreiche Informationen zur Patientensicherheit gefunden?

Haben Sie auf unserem Portal hilfreiche Informationen zur Patientensicherheit gefunden?

Zurücksetzen

Was gefällt Ihnen an unserem Portal besonders gut?

Was gefällt Ihnen an unserem Portal besonders gut?

Zurücksetzen

Was gefällt Ihnen an unserem Portal nicht so gut? Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?

Was gefällt Ihnen an unserem Portal nicht so gut? Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?

Zurücksetzen
Ihre Meinung 2/2

Wie sind Sie auf unsere Website aufmerksam geworden?

Wie sind Sie auf unsere Website aufmerksam geworden?

Zurücksetzen

Welche Themen haben Sie auf unserer Website interessiert?

Welche Themen haben Sie auf unserer Website interessiert?

Zurücksetzen

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team