Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-1539

Kein Rezept für Medikament

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Rezept verweigert: Wichtiges Medikament nach Krankenhausaufenthalt

Im Krankenhaus hatte ich Tabletten bekommen, die laut Ärzten sehr, sehr wichtig für mich sind. Sie bringen den Blutkreislauf im Kopf in Ordnung.

Mein Hausarzt verweigert jedoch auf mehrfache Bitte ein Rezept. Die Begründung: Das Medikament sei zu teuer. Dabei hatte die Krankenkasse mir extra ein Medikament mit gleichen Eigenschaften herausgesucht, welches weitaus billiger ist.

Ich möchte nicht wieder im Krankenhaus aufwachen, nur weil ich dieses Arzneimittel nicht nehmen kann.

Viele Grüße
Ein verzweifelter Patient

Gut gelaufen:

Vom Krankenhaus habe ich ein Rezept bekommen, es sind leider zu wenig Tabletten.

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es kann sehr belastend sein, wenn ein Medikament, das im Krankenhaus als wichtig eingestuft wurde, nach der Entlassung nicht weiter verschrieben wird. Die Sorge, ohne dieses Arzneimittel erneut medizinische Hilfe zu benötigen, ist nachvollziehbar und ernst zu nehmen.

Solche Situationen entstehen manchmal durch unterschiedliche Informationsstände zwischen Krankenhaus und Hausarztpraxis oder durch Unklarheiten bei der Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Dass die Krankenkasse in diesem Fall bereits eine kostengünstigere Alternative gefunden hat, ist ein wichtiger Ausgangspunkt für das weitere Gespräch.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, die dabei helfen können, die Weiterversorgung mit einem notwendigen Medikament zu sichern.

  • Der Arztbrief (das Entlassungsschreiben) aus dem Krankenhaus enthält in der Regel genaue Angaben zur Medikation und deren Begründung. Es ist möglich, dieses Dokument beim Hausarztgespräch vorzulegen und direkt auf die dort dokumentierte Einschätzung hinzuweisen – zum Beispiel mit den Worten: „Im Arztbrief des Krankenhauses steht, dass dieses Medikament für mich notwendig ist. Können wir gemeinsam schauen, wie eine Weiterversorgung möglich ist?“
  • Wenn die Krankenkasse bereits eine günstigere Alternative identifiziert hat, kann es helfen, diese Information schriftlich von der Krankenkasse zu erhalten und dem Hausarzt vorzulegen. Viele Krankenkassen stellen auf Anfrage entsprechende Unterlagen aus.
  • Es ist möglich, die behandelnden Ärztinnen oder Ärzte aus dem Krankenhaus um Unterstützung zu bitten – zum Beispiel in Form eines ergänzenden Schreibens oder eines direkten Kontakts zur Hausarztpraxis.
  • Wenn das Gespräch mit dem Hausarzt keine Lösung bringt, ist es möglich, eine zweite Meinung bei einer anderen Hausarztpraxis einzuholen oder sich an die Krankenkasse zu wenden, die in solchen Fällen vermitteln kann.

Worauf Sie achten können

  • Den Arztbrief des Krankenhauses aufbewahren und bei jedem Folgetermin dabei haben.
  • Informationen der Krankenkasse zu Alternativmedikamenten schriftlich anfordern und dokumentieren.
  • Bei anhaltenden Schwierigkeiten die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kontaktieren – sie berät kostenlos und unabhängig unter 0800 011 77 22.
  • Notieren, wann welche Gespräche stattgefunden haben und was besprochen wurde – das kann bei weiteren Schritten hilfreich sein.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team