2025-346
Fehlinfornation und Verkauf
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Mir wurde an der Anmeldung in der Orthopädie Praxis mitgeteilt, dass ich nur einen Körperbereich pro Termin nennen dürfe. Als Grund wurde gesagt, die Krankenkassen würden es so wollen. D.h. ich hätte noch zwei weitere Einzeltermine vereinbaren müssen. Der Termin bei der Ärztin selbst war extrem kurz und sowohl die Ärztin als auch ihre beim Termin anwesende Assistentin haben versucht, mir mehrere Privatleistungen zu verkaufen (Tape, Spritzen). Das zog sich nach dem Termin an der Anmeldung fort. Als es um die Anpreisung einer Wärmesalbe für 15 Euro ging, wurde mir auch gesagt, dass eine Kartenzahlung erst ab 30 Euro möglich sei. D.h. es wurde versucht, mich zum Kauf von zwei Salben zu überzeugen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, eher in einem Shoppingcenter zu sein als in einer Arztpraxis.
Arztbesuche sind oft mit Erwartungen verbunden: Man möchte gehört werden und eine klare Orientierung erhalten. Umso belastender kann es sein, wenn eine Praxis sich weniger wie ein medizinischer Versorgungsort anfühlt und mehr wie ein kommerzielles Umfeld.
In diesem Fall wurde der Patientin bereits an der Anmeldung mitgeteilt, dass pro Termin nur ein Körperbereich besprochen werden dürfe – mit dem Hinweis, die Krankenkasse verlange das so. Hinweis: Diese Aussage ist in dieser Form nicht korrekt. Gesetzliche Krankenkassen schreiben keine solche Einschränkung vor. Während des eigentlichen Arzttermins wurden der Patientin mehrere Privatleistungen – also Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden – angeboten, darunter Tape-Verbände, Spritzen und eine Wärmesalbe. Auch an der Anmeldung wurde der Verkauf fortgesetzt.
Wer sich in einer vergleichbaren Situation befindet, hat verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Interessen zu wahren.
Wer sich nach einem Arztbesuch unsicher fühlt oder den Eindruck hat, dass etwas nicht stimmte, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und anonym. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Fallmeldung finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team