2025-008
Fixierung und Gabe von Flumazenil – Folge Krampfanfall mit Atemversagen und Traumatisierung
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Ich bin in einer Psychose freiwillig in eine Notaufnahme, dann in eine Psychiatrie gegangen. Dort wurde ich fixiert, auch rückblickend ohne ausreichenden objektiven Grund – es ging wohl darum, dass die Notaufnahme nicht abschließbar war und ich flüchten wollte (man hätte einen Raum abschließen können).
Mir wurde gegen meinen Willen in der Fixierung per Infusion ein Medikament verabreicht, Flumazenil, ein Benzodiazepin-Antagonist, das, wie ich wusste, mit den von mir monatelang eingenommenen Benzodiazepinen interagieren würde. Ich habe das den Ärzten gesagt; tatsächlich war meine Aussage, ich hätte Benzodiazepine genommen, ja der Grund für das Flumazenil. Leider hat man mir nicht geglaubt, dass ich sie schon monatelang nahm und eine Abhängigkeit bestand. Ich war völlig hilflos, als das Medikament in meine Venen floss. Es kam zu zwei induzierten Krampfanfällen. Während des zweiten habe ich aufgehört zu atmen (was ungewöhnlich ist und auf die erneute Gabe von Benzodiazpinen zur Anfallskontrolle zurückzuführen sein könnte), konnte aber mit einer Intubation wieder reanimiert werden.
Dieses Ereignis hat psychische Konsequenzen im Sinne einer Traumatisierung, die trotz wochenlangen Aufenthalts nicht aufgefangen wurden.
Dieser Bericht schildert eine Situation, die körperlich lebensbedrohlich war und tiefe psychische Spuren hinterlassen hat. Es ist wichtig, dies klar anzuerkennen: Was hier beschrieben wird, ist ein schwerwiegendes Ereignis, das nicht hätte so verlaufen müssen.
In psychiatrischen Notfallsituationen können Betroffene fixiert – also körperlich in ihrer Bewegung eingeschränkt – werden. Gleichzeitig können sie sich in einem Zustand befinden, in dem sie zwar kommunizieren, aber kaum Einfluss auf Entscheidungen nehmen können. Wenn dabei Informationen über eine bestehende Dauermedikation nicht ausreichend berücksichtigt werden, kann das – wie in diesem Fall – zu ernsthaften Komplikationen führen. In dieser konkreten Situation gab es für die betroffene Person trotz aktiver Kommunikation keinen realistischen Spielraum, das Geschehen aufzuhalten. Das ist wichtig anzuerkennen.
Wer jemanden in eine psychiatrische Notaufnahme begleitet oder kurzfristig erreichbar ist, kann in solchen Momenten eine wichtige Rolle übernehmen:
Wenn Sie eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder Unterstützung bei Fragen rund um Patientenrechte suchen, ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos erreichbar und kann helfen. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit dazu beizutragen, dass solche Situationen in Zukunft seltener werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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