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2024-115

Kieferorthopädin lehnte Behandlung ab

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Fallbeschreibung:

Zweite Meinung rettet: Kieferfehlstellung trotz Ablehnung erfolgreich behandelt

Meine Zähne verschoben sich langsam im Kiefer bis zwei Zähne so aufeinander kamen beim beißen, dass dies starke Schmerzen ausgelöst hat. Ich suchte daher eine Kieferorthopädin auf.
Diese schaute mir ca. 30 Sekunden in den Mund und auf die Zähne um dann sofort zu sagen, dass man da nichts machen könne im Erwachsenenalter und ich damit leben müsse.
Auf meine Aussage, dass der schiefe Biss starke Schmerzen auslöse, fragte sie, wie ich mich ernähre und ob das nicht auch von falscher Ernährung kommen könnte.

Ich holte eine weitere Meinung einer anderen Kieferorthopädin in einer anderen Praxis ein. Diese bestätigte die Fehlstellung und bot mir einer Therapie mit Zahnspange an. Die Therapie war erfolgreich. Heute kann ich wieder ohne Schmerzen zubeißen. Die Zähne wurden erfolgreich in die korrekte Stellung gebracht, was ich als Laie sofort erkenne.

Wenn ich daran denke, dass ich ohne diese Behandlung weiter so starke Schmerzen hätte ertragen müssen, macht mich das fassunglos.

Gut gelaufen:

Die zweite Kieferorthopädin hat sich sofort der Sache angenommen, eine Röntgenbild gemacht und eine Zahnspange angefertigt. Die Sachlage war für sie sofort klar.

Schlecht gelaufen:

Die erste Kieferorthopädin hatte offensichtlich keine Lust mir zu helfen oder sie hat keine Kompetenz.

Verbesserungsvorschläge:

Weitere Infos:

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Starke Schmerzen beim Beißen sind belastend – körperlich wie auch emotional. Es kann sehr verunsichernd sein, wenn eine erste ärztliche Einschätzung die eigene Wahrnehmung nicht ernst zu nehmen scheint und keine Behandlungsmöglichkeit in Aussicht gestellt wird.

Kieferorthopädische Fehlstellungen (Abweichungen in der Stellung der Zähne oder des Kiefers) können in jedem Lebensalter entstehen oder sich verändern – auch im Erwachsenenalter. Die Frage, ob und wie eine solche Fehlstellung behandelt werden kann, lässt sich in der Regel erst nach einer gründlichen Untersuchung beantworten, zu der häufig auch bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen gehören.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, mit seinen Beschwerden nicht ausreichend gehört oder untersucht worden zu sein, hat verschiedene Möglichkeiten.

  • Eine zweite Meinung bei einer anderen Fachpraxis einzuholen ist jederzeit möglich und kann wertvolle Klarheit bringen. Das Recht darauf ist in Deutschland gesetzlich verankert.
  • Es kann helfen, die eigenen Beschwerden vor dem Termin schriftlich festzuhalten – zum Beispiel: wann die Schmerzen auftreten, wie stark sie sind und seit wann. So lässt sich das Gespräch gezielter führen.
  • Wenn eine Diagnose oder Aussage unklar bleibt, ist es möglich, gezielt nachzufragen: „Auf welcher Grundlage basiert diese Einschätzung – wurde eine Röntgenaufnahme gemacht?“
  • Falls eine Begleitperson anwesend ist, kann sie dabei helfen, Informationen im Gespräch zu behalten und gegebenenfalls Rückfragen zu stellen.

Worauf Sie achten können

  • Eine kieferorthopädische Untersuchung umfasst in der Regel mehr als eine kurze Sichtprüfung – Röntgenbilder und eine eingehende Befundung gehören häufig dazu.
  • Wenn Schmerzen als Hauptbeschwerden geschildert werden, ist es möglich, ausdrücklich darum zu bitten, dass diese im Mittelpunkt der Untersuchung stehen.
  • Eine abweisende oder sehr kurze Einschätzung muss nicht das letzte Wort sein – eine zweite Fachpraxis kann zu einem anderen Ergebnis kommen.
  • Eigene Beobachtungen und Veränderungen, die man selbst wahrnimmt, sind wertvolle Hinweise und können aktiv in das Gespräch eingebracht werden.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Berichte wie dieser helfen dabei, auf typische Schwachstellen in der Versorgung aufmerksam zu machen – und anderen Betroffenen Mut zu machen. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und damit zur Verbesserung der Patientensicherheit beitragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Zahnarztpraxis, Ambulante Praxis
Geschlecht: keine Angabe

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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