2024-1566
Unzureichende Diagnose: Starke Schmerzen wegen vorzeitiger Aufgabe Reha
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Nach einer Hüftgelenkersatz OP mit anschließender Reha habe ich schmerzhafte Blockaden im Gesäßmuskel des operierten Beins bekommen. Der Orthopäde hat ein MRT veranlasst. Der Radiologe hat in seinem Bericht geschrieben „hochsuspekt auf Morbus Bechterew“.
Der Orthopäde sagte, dass das für ihn 99% sei und hat mir gesagt, dass ich sofort aufhören sollte mit der Reha (obwohl meine Muskulatur sich noch nicht an das neue Gelenk angepasst hatte).
Fehler:
Er hätte mich zum Rheumatologen schicken müssen, denn nur er kann anhand von Blutwerten und der Anamnese exakt bestimmen, ob wirklich Morbus Bechterew vorliegt.
Da ich dem Orthopäden zunächst vertraut hatte, habe ich die Reha beendet. Nach 10 Monaten mit irrsinnigen Schmerzen habe ich den Orthopäden gewechselt, der als erstes korrekterweise den Verdacht des Radiologen beim Rheumatologen hat überprüfen und ausschliessen lassen.
Durch die Fehlbehandlung hat sich meine Muskulatur, die noch im Aufbau begriffen war, wieder komplett zurückgebildet und ich bin chronischer Schmerzpatient geworden.
Selbst 3 Jahre nach dem Behandlungsfehler bin ich immer noch nicht schmerzfrei und habe immer noch große Probleme mit dem Muskelaufbau.
FAZIT:
Der erste Orthopäde hat nicht gründlich untersucht und sich auf seine „Röntgenaugen“ verlassen. Darüber hinaus steht bei ihm nicht der Patient, sondern sein eigener wirtschaftlicher Vorteil im Vordergrund.
Eine Operation wie ein Hüftgelenkersatz ist ein einschneidendes Erlebnis – und die anschließende Rehabilitation ist ein wichtiger Teil des Genesungswegs. Wenn in dieser Phase ein zusätzlicher Verdachtsbefund auftaucht, kann das verunsichernd sein und zu schwierigen Entscheidungen führen, die langfristige Folgen haben.
In Situationen wie dieser kann es vorkommen, dass ein Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung – hier lautete er „hochsuspekt auf Morbus Bechterew“, also einen Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule – dazu führt, dass laufende Behandlungen wie eine Reha vorzeitig beendet werden. Ein bildgebender Befund allein, zum Beispiel aus einem MRT, reicht jedoch oft nicht aus, um eine solche Diagnose zu sichern. Dafür sind in der Regel weitere Untersuchungen durch spezialisierte Fachärzte und -ärztinnen sowie Blutuntersuchungen notwendig.
Wenn bei einer laufenden Behandlung ein neuer Verdachtsbefund auftaucht, gibt es einige Möglichkeiten, aktiv zum eigenen Schutz beizutragen.
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