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2024-1444

Keine Information vom Arzt über Nebenwirkungen die nicht im Beipackzettel stehen

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Fallbeschreibung:

Metformin und Vitamin-B12-Mangel: Wichtige Aufklärung fehlt

Ich nehme seit Jahren (min. 5) Metformin 1000 zu den beiden Hauptmalzeiten. Ich wurde nicht darauf hingewiesen, dass Metformin ein B12-Räuber ist. Bei einer Blutanalyse aufgrund einer OP im Krankenhaus wurde festgestellt, dass ich NULL Vitamin B12 im Körper habe und dass auch Vitamin D nahezu komplett fehlt und damit mein Immunsystem nicht gut funktioniert. Das mein Immunsystem gut funktioniert ist für mich als Blasenkrebspatienten im Rahmen der BCG-Therapie aber wichtig. Ich hätte mich über einen Hinweis meines Hausarztes zur rechten Zeit sehr gefreut

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Hausärzte sollten über solche Nebenwirkungen von sich aus informieren oder aber den Status dieser Vitamine im Körper bei den regelmäßigen Blutuntersuchungen ebenfalls erheben.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer ein Medikament seit Jahren verträgt, hat oft kein Grund zur Sorge – und vertraut darauf, dass alle wichtigen Informationen bereits besprochen wurden. Manche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und dem Stoffwechsel (also den körpereigenen Prozessen) sind jedoch wenig bekannt und tauchen nicht in jedem Beipackzettel auf: So kann die Langzeiteinnahme von Metformin – einem häufig eingesetzten Medikament bei Typ-2-Diabetes – dazu führen, dass der Körper Vitamin B12 schlechter aufnimmt. Ein solcher Mangel kann sich schleichend entwickeln und lange Zeit unbemerkt bleiben, bis er zufällig – etwa bei einer Routineuntersuchung vor einer Operation – entdeckt wird.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer Medikamente dauerhaft einnimmt, kann bei der nächsten Gelegenheit gezielt das Gespräch mit der behandelnden Praxis suchen. Die folgenden Hinweise können dabei eine Orientierung bieten.

  • Nach bekannten Langzeiteffekten fragen: Bei Dauermedikamenten ist es möglich, gezielt nachzufragen, ob die Einnahme über Jahre bestimmte Nährstoffe oder Blutwerte beeinflussen kann. Eine Formulierung könnte sein: „Ich nehme dieses Medikament schon mehrere Jahre – gibt es Werte, die deshalb regelmäßig kontrolliert werden könnten?“
  • Eigene Erkrankungen aktiv einbeziehen: Wenn mehrere Erkrankungen gleichzeitig behandelt werden, kann es hilfreich sein, bei jeder Praxis nachzufragen, ob die verschiedenen Behandlungen sich gegenseitig beeinflussen – zum Beispiel ob eine Therapie auf ein gut funktionierendes Immunsystem angewiesen ist.
  • Blutuntersuchungen ansprechen: Es ist möglich, die behandelnde Praxis zu fragen, welche Blutwerte bei der nächsten Routineuntersuchung sinnvoll wären – und dabei konkret Vitamine wie B12 oder D zu nennen, wenn ein Verdacht oder eine Unsicherheit besteht.
  • Apotheke als zusätzliche Informationsquelle nutzen: Apotheken sind verpflichtet, bei der Abgabe von Medikamenten zu beraten. Es ist möglich, dort gezielt nach bekannten Wechselwirkungen oder Langzeiteffekten eines Dauermedikaments zu fragen.

Worauf Sie achten können

  • Bei Dauermedikamenten regelmäßig nachfragen, ob bestimmte Laborwerte – darunter Vitamine und Mineralstoffe – im Blut mitbestimmt werden können.
  • Alle aktuellen Erkrankungen und laufenden Therapien bei jeder behandelnden Praxis vollständig ansprechen, damit mögliche Zusammenhänge erkannt werden können.
  • Ungewöhnliche Beschwerden wie anhaltende Erschöpfung, Taubheitsgefühle oder häufige Infekte – mögliche Zeichen eines Vitaminmangels – ärztlich abklären lassen.
  • Eigene Medikamentenliste aktuell halten und bei jedem Arzttermin mitbringen, damit alle Beteiligten einen vollständigen Überblick haben.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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