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2024-1504

nicht hilfreiche Unterstützung bei Typ 1 auf Wochenbettstation

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Fallbeschreibung:

Nach der Geburt meines Kindes war ich für drei Tage auf der Wochenbettstation im Krankenhaus. Ich habe seit 10 Jahren Diabetes Typ 1 und bin mit dem Management der Krankheit sehr erfahren. Während der Schwangerschaft habe ich durchgehend die Zielwerte erreicht. Für die Zeit der Geburt hatten mein Mann und ich abgesprochen, dass er das Management übernimmt. Wir haben das Management (Bedeutung der Zuckerwerte, Handhabung des CGM-Systems, Behandlung einer Hypo) während der Schwangerschaft eingeübt. Diese Unterstützung war während der Geburt sehr hilfreich für mich, da ich mich während der Wehen nicht um den Diabetes hätte kümmern können. Auf die Wochenbettstation durfte mein Mann nur zu den Besuchszeiten am Nachmittag kommen. Ich verstehe, dass es auch eine Regel ist, um Mitpatientinnen zu schützen und die nötige Ruhe für Mütter und Kind zu gewähren. In meinem Fall, war ich jedoch sehr überfordert mit der Erschöpfung nach der Geburt, der Versorgung meines Babys und dem Management meines Diabetes. Für mich wäre die größte Hilfe und Entlastung gewesen, wenn man Partner auf der Wochenstation hätte dabei sein können. Leider waren alle Familienzimmer in der Zeit bereits belegt. Vom Pflegepersonal habe ich die Anweisung bekommen, dass ich meine Blutzuckerwerte innerhalb von 24 Stunden notieren soll, damit sie sehen, ob meine Werte im Rahmen sind. Falls nicht, hätten sie mich zum Diabetologen innerhalb des Krankenhauses geschickt. Das Ausfüllen der Werte war für mich einzig und allein zusätzlicher Stress und absolut nicht hilfreich. Die Blutzuckerwerte verändern sich in den nächsten Wochen durch die Hormonumstellungen durch das Ende der Schwangerschaft und das Stillen. Die Werte auf der Wochenbettstation sind nicht aussagekräftig. Ich habe auch einen Besuch vom hausinternen Diabetologen bekommen. Er kannte mich nicht und meine bisherige Diabeteseinstellung. Das Gespräch war absolut nicht hilfreich und nur Zeitverschwendung. Nach 10 Jahren mit dieser Krankheit muss ich mir nicht den Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes erklären lassen. Ich verstehe immer noch nicht, für was dieses Gespräch hätte hilfreich sein sollen. Bei Schwierigkeiten hätte ich mich an meine Diabetologin gewendet. Wäre ich nicht durch die Geburt noch so durch den Wind gewesen, hätte ich das angesprochen, bzw. das Gespräch beendet. Der Pflegeleitung haben wir am 1. Tag unsere Situation geschildert und gebeten, dass mein Mann länger da sein darf, um mich zu unterstützen. Die Bitte wurde abgelehnt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Kein Verständnis dafür, was Typ 1 Diabetes bedeutet und welche Unterstützung nötig ist.

Verbesserungsvorschläge:

Als Fazit wünsche ich mir für Diabetikerinnen Typ 1 in der Geburtshilfe, dass Assistenzpersonen anerkannt werden und bevorzugten Zugang zu Wochenstationen, bzw. Familienzimmern bekommen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Geburt, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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