2024-1152
Vernachlässigung in Pflegeheim mit dramatischen Folgen
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Anfang 2022 wurde mir von einem Pflegeheim, in dem meine Mutter lebte, mitgeteilt, dass ich sie wegen Corona-Fällen im Heim nicht besuchen kann. Bei meinem letzten Besuch war meine Mutter noch in der Lage, selbständig zu essen und zu trinken, zu sprechen und mit einem Rollator zu laufen. In den zwei Wochen, in denen ich nicht da war, teilte man mir telefonisch mit, dass es meiner Mutter gut gehe und ihr Zustand unverändert sei. Ich habe dort alle 1-2 Tage angerufen. Als ich sie nach diesen zwei Wochen wieder besuchen durfte, war ihr Zustand jedoch dramatisch verschlechtert. Sie war abgemagert, konnte sich nicht mehr bewegen und sprechen, und hatte mindestens 10 kg abgenommen.
Ich alarmierte sofort eine Schwester, und es stellte sich heraus, dass dieser Zustand offenbar niemand bemerkt hatte. Nach nur zehn weiteren Tagen verstarb meine Mutter. Bis heute wurde mir nicht gesagt, was in den zwei Wochen, in denen ich sie nicht besuchen durfte, passiert ist. Eine Pflegerin teilte mir mit, dass es in dieser Zeit Leiharbeiter gab, und ich vermute, dass Fehler passiert sein könnten, da mir am Telefon die Information gegeben wurde, dass es meiner Mutter gut geht, obwohl ihr Zustand sich dramatisch verschlechtert hatte.
Der Verlust eines nahestehenden Menschen unter solchen Umständen ist eine zutiefst erschütternde Erfahrung – und der Schmerz, der damit verbunden ist, ist völlig nachvollziehbar. Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen, wie sie während der Corona-Pandemie verhängt wurden, haben Angehörige in eine Situation gebracht, in der sie keine direkte Möglichkeit hatten, den Zustand ihrer Liebsten selbst einzuschätzen.
In solchen Phasen der erzwungenen Distanz sind Angehörige vollständig auf die Informationen der Einrichtung angewiesen. Kommt es gleichzeitig zu Versorgungslücken – etwa durch Personalwechsel oder mangelnde interne Kommunikation – kann eine gesundheitliche Verschlechterung unentdeckt bleiben. In einer Situation wie dieser gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Betroffene und Angehörige an – auch bei Fragen zu Pflegesituationen und möglichen nächsten Schritten. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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