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2024-093

Nicht ernstgenommene Gallenblase-Entzündung nach Geburt

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Fallbeschreibung:

Gallensteine in der Schwangerschaft übersehen – ein Patientenbericht

Ab der 24. Schwangerschaftswoche hat es angefangen, mir immer schlechter zu gehen. War sehr oft im Krankenhaus auf der Notstation, im Kreißsaal usw., mit Erbrechen Probleme und schwere Schmerzen im Oberbauch-Bereich. Mir wurde immer Blut abgenommen und alle Werten waren immer in Ordnung. Mit dem Baby war auch immer alles in Ordnung. Es ging weiter so und bin fast jeden 2. Tag im Krankenhaus mit schweren Erbrechen, aber niemand wurde mir angeboten in der Nacht dazubleiben für eine nähere Überwachung. Mich wurde immer gefragt, was ich jetzt benötige…ich habe immer eine Infusion gewählt, weil das war die einzige Sache, was mir geholfen hatte.

Ich habe sehr viel abgenommen. Ich habe mich so gequält und mehrmals pro Woche das Krankenhaus besucht, bis ich entbunden habe.
Direkt nach der Entbindung, ein paar Stunden später, hatte ich denselben Oberbauchschmerz und starke Übelkeit. Mir wurde versichert, alles sei in Ordnung und normal „von den Hormonen“ und sie haben mir Paracetamol angeboten, ohne irgendwelche andere Untersuchung.

2 Wochen nach der Geburt (war immer zuhause mit dem Baby und mir ging es schlecht, sehr oft, konnte nichts mehr essen oder trinken, ohne zu erbrechen) habe ich 10 kg plötzlich abgenommen, und ich nahm weiter 1 kg pro Tag ab. War nochmal im Krankenhaus in der Notaufnahme, habe meinen Symptomen erklärt (wieder) und mir wurde angeboten, einen Ultraschall zu machen. Dort wurden Gallensteine und eine Entzündung entdeckt. Wurde aufgenommen und ein paar Tagen später, hatte ich eine Gallenblase OP.

Ich fühlte mich nicht ernst genommen, alles war basiert auf der Schwangerschaft in deren Augen und alles sei „normal“. Ich dachte, wirklich, ich werde sterben.

Gut gelaufen:

Habe immer eine Infusion bekommen, aber nur da ich es angefragt habe.

Schlecht gelaufen:

Das Benehmen allen Ärtzten, Krankenschwestern und Pflegern: alles sei normal, die Symptomen seien von meiner Schwangerschaft, haben mich nicht genug ernts genommen und meinen Zustand hat sich täglich verschlechtert.

Verbesserungsvorschläge:

Dass man ernst genommen wird…man geht nicht als Hobby im Krankenhaus, man geht da mit einem Problem. Es soll einem wirklich geholfen werden, es soll mehr Empathie gezeigt werden und nicht alles mit „alles ist normal“ bezeichnet.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende Beschwerden während der Schwangerschaft – wie starkes Erbrechen und Oberbauchschmerzen – können eine enorme körperliche und seelische Belastung bedeuten. Wenn Symptome über einen langen Zeitraum wiederkehren und die Ursache unklar bleibt, ist das für Betroffene eine außerordentlich belastende Situation.

In der medizinischen Versorgung Schwangerer besteht die Herausforderung, dass manche Beschwerden tatsächlich auf die Schwangerschaft zurückzuführen sind – andere jedoch auf eigenständige Erkrankungen, die zusätzlich auftreten. Gallensteine (feste Ablagerungen in der Gallenblase) und eine daraus entstehende Entzündung der Gallenblase können in der Schwangerschaft begünstigt werden und Symptome verursachen, die schwer von typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu unterscheiden sind. Ein Ultraschall – eine bildgebende Untersuchung, bei der Schallwellen eingesetzt werden – ist dabei ein wichtiges diagnostisches Mittel.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer wiederholt mit denselben Beschwerden medizinische Hilfe sucht, kann aktiv dazu beitragen, dass die eigene Situation vollständig wahrgenommen wird.

  • Es ist möglich, die Häufigkeit und den Verlauf der Beschwerden schriftlich festzuhalten – zum Beispiel in einem kurzen Tagebuch mit Datum, Symptomen und deren Stärke. Eine solche Dokumentation kann helfen, beim nächsten Kontakt ein klareres Bild zu vermitteln: „Ich habe diese Beschwerden seit X Wochen, hier ist eine Aufstellung.“
  • Wer das Gefühl hat, dass die bisherige Diagnostik – also die durchgeführten Untersuchungen – nicht ausreicht, kann gezielt nachfragen: „Gibt es weitere Untersuchungen, die in Betracht kämen, zum Beispiel einen Ultraschall?“
  • Bei starkem Gewichtsverlust oder zunehmender Verschlechterung des Allgemeinzustands ist es möglich, dies explizit zu benennen: „Ich habe in kurzer Zeit deutlich an Gewicht verloren und kann kaum noch essen oder trinken – ich mache mir ernsthafte Sorgen.“
  • Eine Begleitperson – zum Beispiel eine Angehörige oder ein Angehöriger – kann mit in das Gespräch kommen und dabei unterstützen, Beschwerden zu schildern und Fragen zu stellen, wenn das in der Situation schwerfällt.

Worauf Sie achten können

  • Symptome wie starker Gewichtsverlust, anhaltende Unfähigkeit zu essen oder zu trinken sowie zunehmende Schmerzen sind Zeichen, die eine weiterführende Untersuchung rechtfertigen – auch in der Schwangerschaft und im Wochenbett (den Wochen nach der Geburt).
  • Es ist möglich, bei mehrfachen Vorstellungen in derselben Einrichtung darum zu bitten, dass die bisherige Krankengeschichte vollständig eingesehen wird, bevor eine Einschätzung erfolgt.
  • Wenn die Antworten des medizinischen Personals nicht ausreichend erscheinen oder Zweifel bleiben, ist es jederzeit möglich, eine andere Einrichtung aufzusuchen oder eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen.
  • Im Wochenbett – also in den Wochen nach der Geburt – können körperliche Beschwerden manchmal fälschlich allein auf hormonelle Veränderungen zurückgeführt werden. Auch in dieser Zeit ist eine gründliche Abklärung neuer oder andauernder Symptome möglich und sinnvoll.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus, Kreißsaal
Geschlecht: weiblich

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