2024-1182
Aneurysma nicht richtig behandelt/erkannt
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Pat. hat seit längerem ein Aneurysma im Bauch mit einer Größe von 4,5. Dies sollte laut dem behandelnden Kardiologen nicht operiert werden. Regelmäßige Kontrollen reichen aus. Inzwischen wissen wir von vielen, dass schon bei Größen von 3,3 operiert wird.
Pat. ist ins Krankenhaus mit extremen Schmerzen im Brustbereich eingeliefert worden mit Verdacht auf akutem Bandscheibenvorfall (Orthopädie). Der RTW hat keine Kontrolle des Blutdrucks an beiden Händen vorgenommen.
Im Medikamentenplan ist die Unverträglichkeit zu einem Schmerzmittel und dem Aneurysma hingewiesen worden. Angeblich gab es kein anderes Schmerzmittel im Krankenhaus, sodass Pat. aufgrund der hohen Schmerzen das Mittel genommen hat und die Nacht ganz oft gebrochen hat. Das Aneurysma wurde dann auf dem MRT gesehen, aber da ein langes Wochenende bevorstand, wurde keine Verlegung auf eine andere Station oder andere Behandlungen vorgenommen. Am Tag darauf ist die Person gestorben und das laut Obduktion an dem Aneurysma.
Den Verlust eines nahestehenden Menschen unter solchen Umständen zu erleben ist zutiefst erschütternd – und die Fragen, die danach bleiben, können sehr schwer zu tragen sein. Fälle wie dieser zeigen, wie komplex und verletzlich die Versorgungskette im Krankenhaus ist: Informationen aus Medikamentenplänen, Vordiagnosen und akuten Befunden müssen von verschiedenen Personen und Berufsgruppen zusammengeführt werden – und genau an diesen Übergaben können kritische Details verloren gehen.
In einer Situation wie dieser – Einlieferung per Rettungswagen, starke Schmerzen, unklares Beschwerdebild – gab es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum, entscheidend einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen: Was hier geschehen ist, lag nicht in ihrer Verantwortung.
Wenn nahestehende Menschen mit einer bekannten Vorerkrankung ins Krankenhaus kommen, können Angehörige eine wichtige Rolle als Informationsvermittler übernehmen – sofern die Situation es zulässt.
Wer nach einem solchen Erlebnis Fragen hat – rechtlicher, emotionaler oder medizinischer Art – kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – denn jeder Bericht kann dazu beitragen, dass andere Betroffene besser geschützt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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