2024-210
Medikament (Tillidin) erhalten ohne Kontrolltermine beim Arzt – Folge Entzug
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Als chronische Schmerzpatient/in habe ich in der Hausarztpraxis Tillidin erhalten, 2mal täglich 500 mg. Da die behandelnden Ärzte die Dosis auch nach 2 Jahren nicht verändern wollten, gab es keine Kontrolltermine, es wurde nur auf dem Tablet am Empfang einmal pro Quartal der Schmerzfragebogen ausgefüllt. Neue Rezepte für Tillidin wurden und werden aktuell immer noch von der MFA augedruckt und mit der Unterschrift abgestempelt ohne dass man einen der Ärzte in der Praxis sehen muss. Bei Bedarf wurden von Ärzten Spritzen mit Cortison und Tramedol ins ISG gegeben,
Auch unter Blutverdünnern. Nach 2 ,5 Jahren habe ich die Praxis gewechselt und einen Tillidin Entzug in einem Schmerzzentrum gemacht. Ohne Tillidin sind die Schmerzen sogar etwas besser geworden und werden jetzt mit Gerätetraining und Akupunktur behandelt.
Chronische Schmerzen sind belastend – und der Wunsch nach einer verlässlichen, unkomplizierten Versorgung ist absolut verständlich. In manchen Praxen kann es vorkommen, dass Medikamente über längere Zeit ohne regelmäßige ärztliche Überprüfung ausgestellt werden, etwa wenn sich die Dosis nicht verändert und die Abläufe sich eingespielt haben.
Tillidin ist ein Opioid (ein stark wirkendes Schmerzmittel, das abhängig machen kann) und gehört zu den Arzneimitteln, bei denen regelmäßige ärztliche Kontrollgespräche medizinisch sinnvoll sind – insbesondere um zu prüfen, ob das Mittel noch wirkt, ob Nebenwirkungen auftreten und ob die Behandlung angepasst werden kann. Wird diese Kontrolle über lange Zeit nicht durchgeführt, können Risiken entstehen, die für Betroffene schwer einzuschätzen sind.
Wer dauerhaft Schmerzmittel einnimmt, kann aktiv nachfragen, ob und wann eine ärztliche Überprüfung der Behandlung stattfindet.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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