2025-149
Mangelhafte Versorgung auf Palliativstation
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Es wurden keine Getränke zur Verfügung gestellt, die bettlägerige Patientin solle sich das Wasser vom Flur selbst holen. Es gab auch kein Glas, sodass die Patientin dann aus einem ausgelöffelten, aber nicht ausgespülten, Joghurtbecher trank.
Als die Patientin dann gar nicht mehr selbst essen konnte, wurde ihr das Essen einfach nur hingestellt. Auf den Hinweis, dass die Patientin nicht selbst essen könne, meinte die Krankenschwester, dass sie sich ja wohl nicht um alles kümmern könnte und noch die Patienten füttern. Was wir uns denken würden?
Nach 20 Minuten wurde das nicht angerührte Essen wieder abgeholt und die Patientin angemault, dass sie ja mal wieder nicht gegessen hätte. Auf die Frage, ob das Essen noch stehen bleiben könnte, antwortete die Krankenschwester patzig, dass dies nicht gehen würde.
Selbstverständlich übernahmen die Angehörigen das Füttern, Getränke reichen und besorgten Getränke und auch Essen, wenn wir nicht gerade in der kurzen Zeit, in der das Krankenhausessen zur Verfügung stand, anwesend waren.
Wenn ein Mensch schwer krank und bettlägerig ist, sind selbst grundlegende Dinge wie Trinken oder Essen ohne Hilfe nicht mehr möglich. Angehörige, die in dieser Situation erleben, dass eine ihnen nahestehende Person nicht ausreichend versorgt wird, befinden sich in einer außerordentlich belastenden Lage – zwischen Sorge um die Betroffene, dem Wunsch nach würdevoller Behandlung und der Unsicherheit, wie sie reagieren können.
In Krankenhäusern und auf Palliativstationen – also auf Stationen, die Menschen mit schweren, unheilbaren Erkrankungen begleiten – gehört die Unterstützung bei der Grundversorgung, einschließlich Essen und Trinken, zum Kern der pflegerischen Aufgaben. Dass dies nicht immer so umgesetzt wird, wie es dem Bedarf der Betroffenen entspricht, ist eine Realität, mit der Angehörige konfrontiert sein können.
Wer jemanden in einer solchen Situation begleitet, kann auf verschiedene Weisen dazu beitragen, dass die Versorgung verbessert wird – auch wenn das keine Aufgabe ist, die Angehörige übernehmen müssen.
Wer als Angehörige oder Angehöriger eine solche Situation erlebt hat, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos, vertraulich und ohne bürokratische Hürden. Weitere Informationen und die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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