2024-878
Falsche Medikamente erhalten als Diabetikerin
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Ich war in der Notaufnahme im Krankenhaus. Es handelte sich um Vorhofflimmern. Ich bin seit sehr vielen Jahren Typ 1 Diabetikerin und mir wurde Formosa verordnet. Die befragte Krankenschwester sagte mir, dass es sich um Vitamine handelt. Nach der Entlassung am 3. Tag habe ich innerhalb 1 Woche 10 kg abgenommen. Nach Rücksprache mit der Diabetesberaterin und der Diabetologin gab es bereits 2021 einen rote Hand Brief in dem Antrag Zenica (?) das Medikament für Typ 1er verboten hat. Während des Aufenthaltes wurden viele Gespräche mit dem behandelnden Arzt geführt und nicht einmal wurde gefragt welchen Typ ich habe. Meine bisherige Stoffwechsellage war super und ist seither kaum in den Griff zu bekommen. Die Zuckerwerte sind nur noch katastrophal! Ein weiterer Punkt: vor dem Elektroschock musste ein Schluckecho durchgeführt werden. Propofol wurde mir verweigert und ich wurde von mehreren Personen festgehalten um mir die Rachenbetäubung einzusprühen. Seither habe ich nachts immer wieder Panikattacken (rührt noch aus Behandlungen im Kindesalter 5 + 10 Jahre alt her. Und so so ließe sich noch vieles Negative aufführen. Die Rachenbetäubung wäre deshalb nötig um Halsschmerzen zu vermeiden. So ein Quatsch. Ich hatte einige Magenspiegelungen und nie Halsschmerzen gehabt und Propofol immer super vertragen. Hier sehe ich den Vorwurf der Fehlbehandlung!
Handlungsbedarf ist dringend gefordert. Stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung.
Ein Krankenhausaufenthalt wegen einer Herzrhythmusstörung ist für Betroffene bereits sehr belastend – wenn dann noch das Gefühl entsteht, dass die eigene Krankengeschichte nicht vollständig berücksichtigt wurde, kann das zusätzliches Leid verursachen. Der folgende Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass relevante Informationen zur Vorerkrankung – hier ein seit vielen Jahren bestehender Typ-1-Diabetes (eine Form der Zuckerkrankheit, bei der der Körper kein Insulin mehr selbst herstellt) – aktiv in die Behandlung einfließen.
In dieser Situation gab es für die Betroffene grundsätzlich Möglichkeiten, auf ihre Vorerkrankung hinzuweisen – gleichzeitig ist anzuerkennen, dass Menschen in einer Notaufnahme unter erheblichem körperlichem und emotionalem Stress stehen und nicht immer in der Lage sind, alle relevanten Informationen vollständig einzubringen. Die Verantwortung für eine sichere Medikamentenprüfung liegt beim Behandlungsteam.
Wer eine chronische Erkrankung wie Diabetes hat, kann im Voraus einige Vorbereitungen treffen, die in Notfallsituationen besonders nützlich sein können.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team