2025-068
Falsche Ursache und Behandlung für Schwerhörigkeit
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Mit ca. 45 Jahren erlitt ich einen linksseitigen Hörsturz und ging daher sofort zum HNO-Arzt. Dort wurde ein Hörtest durchgeführt und der Hörsturz mit Cortison behandelt. Der Hörtest ergab beidseitig eine beginnende erbliche Innenohrschwerhörigkeit (Vater, Großvater betroffen). Das Cortison verbesserte das Hörvermögen links, aber es blieb links ab sofort schlechter als rechts. Außerdem blieb ein rauschender Tinnitus.
In den nächsten 3 Jahren hatte ich 2 weitere linksseitige Hörstürze. Gleiche Behandlung und viele Hörtests. Das Hörvermögen wurde vor allem links immer schlechter. Ich bekam ein Hörgerät nur für links. Das Hörvermögen wurde auch ohne weitere Hörstürze weiter schlechter, so dass auch das Hörgerät nicht mehr zu alltagstauglichem Hören verhalf.
Erst jetzt (ca 8 Jahre nach dem ersten Hörsturz) veranlasste der HNO-Arzt einen Test des Hörnervs und danach ein MRT. Diagnose: Akustikusneurinom. Dieses war mit 2cm bereits so groß, drückte außerdem auf den Hirnstamm, dass nur noch eine OP in Frage kam.
Das Ziel der OP war neben Entfernung von möglichst viel Tumormaterial v.a. die Erhaltung des Gesichtsnervs. Das gelang, aber Hörnerv und Gleichgewichtsnerv links wurden dabei (wie vermutet) komplett zerstört. Ich bin seitdem links komplett und irreversibel taub. Das Gleichgewicht ist wieder einigermaßen okay. Ich trage nun Cross-Over-Hörgeräte , die aber das räumliche Hören sowie die Geräuschempfindlichkeit nicht wesentlich verbessern.
Ein anhaltender Hörverlust oder wiederkehrende Hörstürze können belastend und verunsichernd sein – besonders dann, wenn eine Ursache scheinbar bereits gefunden wurde. In manchen Fällen liegt dem Hörverlust jedoch eine weitere, zunächst nicht erkannte Ursache zugrunde, die erst durch zusätzliche Untersuchungen sichtbar wird.
Ein Akustikusneurinom (auch: Vestibularisschwannom) ist ein gutartiger Tumor, der am Hörnerv wächst und das Hörvermögen sowie das Gleichgewicht beeinträchtigen kann. Er wächst in der Regel langsam, kann aber – wenn er über längere Zeit unentdeckt bleibt – eine Größe erreichen, die die Behandlungsmöglichkeiten einschränkt. Symptome wie einseitiger Hörverlust, Tinnitus (Ohrgeräusche) oder Gleichgewichtsstörungen können auf ein solches Neurinom hinweisen – sie können aber auch viele andere Ursachen haben und sind daher nicht eindeutig.
Wer einen einseitigen Hörverlust oder wiederkehrende Hörstürze erlebt, kann aktiv nachfragen und sich informieren – das ist möglich, ohne medizinisches Vorwissen zu haben.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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