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2024-1252

Keinen Termine erhalten, Behandlung verweigert

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Fallbeschreibung:

Corona-Verdacht: Lange Wartezeit und fehlende Nachsorge

Nach einem Corona Verdacht wurde ich von meinem Hausarzt nicht behandelt – ich musste mehrere Stunden draußen warten, um zu meinem Hausarzt zu kommen.
Wurde ohne Untersützung sofort nach Hause geschickt ohne Corona Befund – aber mit der Empfehlung mich zu isolieren.

Nach einer Verschlechterung meines Gesundheitszustandes (Fieber, Körperschmerzen) war mein Arzt für mich nicht mehr erreichbar

Gut gelaufen:

Gar nichts , sehr unangenehme Erfahrung

Schlecht gelaufen:

Fühle mich alleingelassen und nicht versorgt.

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Kommunikation und Einbindung mit dem Patienten. Angebot von Wasser während der Wartezeit.

Weitere Infos:

War eine Krisensituation. Das Gesundheitswesen sollte auch dann funktionieren.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Erkrankung, die möglicherweise ansteckend ist, bringt für Betroffene besondere Belastungen mit sich – körperlich wie emotional. Wenn in einer solchen Situation das Gefühl entsteht, alleingelassen zu werden und keine verlässliche Anlaufstelle zu haben, kann das sehr belastend sein.

In Zeiten erhöhten Infektionsgeschehens – wie während der Corona-Pandemie – standen viele Arztpraxen vor großen organisatorischen Herausforderungen. Gleichzeitig kann es für Betroffene schwierig sein, in einer solchen Situation zu wissen, an wen sie sich wenden können und welche Rechte und Möglichkeiten sie haben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer den Verdacht hat, eine ansteckende Erkrankung zu haben, und unsicher ist, wie und wo er medizinische Hilfe bekommen kann, findet hier einige Hinweise für solche Situationen.

  • Vor einem Arztbesuch bei Verdacht auf eine Infektionskrankheit ist es möglich, vorab telefonisch oder per App Kontakt zur Praxis aufzunehmen. Viele Praxen bieten gesonderte Termine oder Wartebereiche für Infektionsverdachtsfälle an. Eine mögliche Frage beim Anruf: „Ich habe Symptome, die auf eine Infektionskrankheit hindeuten könnten – wie kann ich einen Termin vereinbaren, ohne andere zu gefährden?“
  • Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und wenn die Hausarztpraxis nicht erreichbar ist, kann die Kassenärztliche Bereitschaftsnummer 116 117 kontaktiert werden. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt ärztliche Hilfe auch außerhalb der Praxisöffnungszeiten.
  • Bei akuten oder starken Beschwerden – wie hohem Fieber oder Atemnot – ist auch die Notaufnahme eines Krankenhauses oder der Notruf 112 eine mögliche Anlaufstelle. Es ist nicht nötig, auf einen Rückruf zu warten, wenn sich der Zustand deutlich verschlechtert.
  • Es kann hilfreich sein, sich vor oder während einer Erkrankung kurz zu informieren, welche Anlaufstellen in der eigenen Region verfügbar sind – etwa telefonische Beratungsangebote oder ärztliche Bereitschaftsdienste. Diese Information lässt sich zum Beispiel auf der Webseite der eigenen Krankenkasse finden.

Worauf Sie achten können

  • Die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) ist im Handy gespeichert und bekannt – sie gilt deutschlandweit und ist kostenlos.
  • Bei einem Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung ist es möglich, die Praxis bereits beim Erstkontakt darauf hinzuweisen – so kann die Praxis geeignete Maßnahmen einplanen.
  • Wenn unklar ist, ob und wie schnell ärztliche Hilfe nötig ist, kann die 116 117 auch zur telefonischen Einschätzung genutzt werden – ohne dass ein Praxisbesuch sofort notwendig ist.
  • Wer sich in einer Warteoder Ausnahmesituation körperlich unwohl fühlt, kann das aktiv ansprechen – etwa indem man das Praxispersonal darauf aufmerksam macht, dass man Wasser oder eine Sitzgelegenheit benötigt.

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese können auf dem Portal mehr-patientensicherheit.de anonym berichtet werden – das hilft, solche Situationen sichtbar zu machen und zur Verbesserung der Versorgung beizutragen. Wer nach einer belastenden Erfahrung mit dem Gesundheitssystem Beratung sucht, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden: 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr).

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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