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2024-071

Fehler beim Einsetzen eines Herniennetzes

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Fallbeschreibung:

Herniennetz verrutscht: Leistenbruch kehrt zurück

Auf Grund einer rechtsseitigen Leistenhernie wurde ein minimalinvasiver Eingriff durch die Bauchdecke ein Kunststoffnetz von innen an eine rechtsseitige Leistenhernie implantiert. Nach drei Wochen Heilungsprozess trat die Hernie wieder auf mit Symptomen vor der OP.

Es stellte sich heraus, dass das Netzt die Hernie nicht abdeckt. Ein Verrutschen kann nachträglich nicht mehr behandelt werden. Nun muss eine erneute OP den Bruch von außen auf konventioneller Weise mit einem weiteren Netz abgedeckt werden. Mittlerweile hat sich im Leistenbereich neben den Schmerzen ein Taubheitsgefühl eingestellt, was wahrscheinlich bleibend ist.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Ein Ultraschall nach oder während der OP hätte die Platzierung des Implantats überprüfen können.

Weitere Infos:

Ich habe extra einen Monat länger auf einen OP Termin gewartet, damit der Eingriff endoskopisch stattfinden kann. Jetzt bekomme ich die OP, die vermieden werden sollte. Der Heilungsprozess verlängert sich um weitere 2 Monate.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein operativer Eingriff – auch ein minimalinvasiver – ist mit Erwartungen und Hoffnungen verbunden, und es ist sehr belastend, wenn das erhoffte Ergebnis ausbleibt und ein erneuter Eingriff notwendig wird. Bei der Versorgung einer Leistenhernie (einem Eingeweidebruch in der Leistengegend) mit einem Kunststoffnetz kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass das Netz nicht die richtige Position einnimmt und die Bruchstelle nicht vollständig abdeckt. Die Hernie tritt dann erneut auf – mit allen Beschwerden, die man durch die Operation hatte überwinden wollen.

In einer solchen Situation ist der Handlungsspielraum für Patient:innen während des Eingriffs selbst naturgemäß begrenzt. In der Vor- und Nachbereitungsphase hingegen gibt es Möglichkeiten, aktiv informiert zu bleiben und das Gespräch mit dem medizinischen Team zu suchen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf einen geplanten operativen Eingriff vorbereitet, kann vorab und in der Nachsorge verschiedene Möglichkeiten nutzen, um gut informiert zu sein.

  • Vor dem Eingriff ist es möglich, konkrete Fragen zur geplanten Methode und zu Qualitätssicherungsmaßnahmen zu stellen – zum Beispiel: „Wie wird nach dem Eingriff überprüft, ob das Netz korrekt sitzt?“ oder „Welche Kontrolluntersuchungen sind in den ersten Wochen nach der Operation vorgesehen?“
  • Treten nach einer Operation Beschwerden auf, die den Zustand vor dem Eingriff erinnern, kann eine zeitnahe Kontaktaufnahme mit der behandelnden Einrichtung sinnvoll sein – auch dann, wenn man zunächst vermutet, es handle sich um normalen Heilungsschmerz.
  • Es ist möglich, eine zweite ärztliche Meinung (Zweitmeinung) einzuholen – sowohl bei der Entscheidung für ein bestimmtes Operationsverfahren als auch nach einem unbefriedigenden Ergebnis. Das ist ein anerkanntes Recht von Patient:innen und kein ungewöhnlicher Schritt.
  • Neu auftretende Symptome wie Taubheitsgefühle oder Missempfindungen nach einem Eingriff lassen sich beim Nachsorgegespräch gezielt ansprechen: „Ich bemerke ein Taubheitsgefühl im Leistenbereich – kann das mit dem Eingriff zusammenhängen, und was lässt sich dazu sagen?“

Worauf Sie achten können

  • Im Aufklärungsgespräch vor der Operation kann gezielt nach dem Vorgehen zur Lagekontrolle des Implantats (z. B. durch Bildgebung während oder nach dem Eingriff) gefragt werden.
  • Kehren Beschwerden nach einer Operation zurück oder verschlechtern sich, ist eine erneute ärztliche Untersuchung möglich – auch innerhalb der normalen Nachsorgezeit.
  • Für geplante Eingriffe, bei denen verschiedene Verfahren zur Auswahl stehen, ist es möglich, sich vorab ausführlich über Vor- und Nachteile jeder Methode informieren zu lassen – einschließlich der jeweiligen Komplikationsraten.
  • Erfahrungen wie diese – ob positiv oder negativ – können auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden und helfen dabei, Risiken sichtbar zu machen und die Versorgung für andere zu verbessern.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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