2025-103
Nach Beipass OP verstorben
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Mein Vater Ende 70 Jahre alt Diabetiker, der nie Beschwerden oder Schmerzen am ums Herz erlitt.Zuvor keinen Herzinfarkt, Ende 2023 bekam er eine Lungenentzündung seine Hausärztin überwies ihn ins Krankenhaus. Sofort erhielt er dort Antibiotika, was ganz schnell anschlug .Es ging ihm nach nur 3 bis 4 Tagen wieder richtig gut und er wollte nach Hause .
Doch es hieß der Entzündungswert ist noch hoch und er solle noch bleiben .Kurz vor seiner Entlassung wurde er von einem Kardiologen untersucht ,der meinte mein Vater benötigt dringend eine OP am Offenen Herzen,es müßte ihm ein Beipass gelegt werden.Mein Vater hatte große Angst ,war sehr aufgeregt ,wollte diese OP so gar nicht .Aber als der Arzt ihm sagte,wenn er sich nicht operieren läßt und die Arterien mehr verengen wird er sterben.
Es gab aber kein Platz im HZ also sollte er warten.Es hieß er soll noch im KH warten auf einen Platz im HZ .Mein Vater wollte aber unbedingt nach Hause zur Familie .Aber angeblich würde es Probleme mit der Krankenkasse geben .,Dann an einem Sonntag konnte er ins HZ (Herzzentrum)Es war ein Sonntag. Am Montag war er auf dem Op Plan.Er wachte auf und sollte nüchtern bleiben ,doch zur Op kam es nicht bis 21.30 am Abend ohne Essen und Trinken und er war Diabetiker. Er sei kein Notfall.
Dann am Dienstag das Gleiche auch wieder erst um 21.30 etwas zu trinken und Essen.Am Mittwoch die Op .Am Abend hieß es alles verlief gut die OP erfolgreich.Doch er kam nie wieder komplett zu sich.War extrem schläfrig Augen gingen auf und immer wieder zu.Er versuchte den Oberkörper aufrecht zu bekommen.
Die Ärzte fragten ob er Deutsch spricht?,Aber konnten uns keinen eventuellen Delir beschreiben.Danach eine Komplikation nach der anderen.Er erlitt einen Herzstillstand, sie reanimierten ihn für 30 Min.Dann Blutungen um das Herz herum, wieder eine Op von der wir nichts erfuhren.Dann eine OP am Bauch, warum da gab es von 3 Ärzten drei verschiedene Aussagen.Auf die frage ,liegt er im Koma hieß es nein er schläft nur tief und fest . An einem Tag war der eine Arm ganz warm und der andere kalt .Normal hieß es, man warf die Bettdecke bis zur Schulter und verließ den Raum.Dann hieß es es wurde ein CT am Kopf gemacht ,aber nichts pathologisches .Am nächsten Tag saß die Ärztin mit verschränkten Armen ,guckte mich an und sagte holen sie die Verwandtschaft dann können sie sich von ihrem Vater verabschieden, sie wird heute noch die Geräte ausschalten, ich meinte Nein ich will dieses nicht .
Er hatte keine Patientenverfügung. Die Ärztin sagte nicht ich sondern sie als Ärztin entscheidet .Er sei Hirntod. Mein Vater hat auf uns reagiert. Er bewegte blinzelte mit den Augen Mund ging immer wieder auf und zu.Sie hat die Geräte am nächsten Tag ausgeschaltet.Danach hat er bis zu 3 Stunden geatmet dann verstarb er .In einem Gespräch mit dem Chefarzt hieß es .Mein Vater war nicht Hirntod und der Chefarzt sagte ,auch sein Vater verstarb im KH .
Der Verlust eines geliebten Menschen nach einer schweren Operation ist ein einschneidendes Erlebnis – besonders dann, wenn Angehörige das Gefühl haben, nicht ausreichend einbezogen und gehört worden zu sein. Solche Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren und werfen Fragen auf, die oft lange nachwirken.
Dieser Fall zeigt, wie viele kritische Momente in einer solchen Situation zusammentreffen können: eine unerwartete Operationsempfehlung, lange Wartezeiten ohne klare Kommunikation, Unsicherheiten über den Gesundheitszustand und schließlich eine schwerwiegende Entscheidung am Lebensende – ohne dass Angehörige und der Patient selbst gehört wurden. In einer Situation wie dieser gab es für die Betroffenen – den Patienten wie seine Familie – nur sehr begrenzten Spielraum, aktiv einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Für andere Familien, die sich in einer vergleichbaren Lage befinden, kann es hilfreich sein, einige Möglichkeiten zu kennen:
Wenn Sie als Angehörige Fragen zu einer erlebten Behandlung haben oder Unterstützung bei der Aufarbeitung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und vertraulich zur Verfügung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym teilen – und damit dazu beitragen, dass andere Familien in ähnlichen Situationen besser informiert und geschützt sind.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall zeigt, wie fehlerhafte ärztliche Angaben im GdB-Verfahren Betroffene mit ME/CFS um notwendige Unterstützung bringen können.
Fall lesen →Ein Krebspatient entwickelt nach Portinfektion eine lebensbedrohliche Herzinfektion. Ein CIRS-Fall über Kommunikation und Patientensicherheit.
Fall lesen →Ein zweijähriges Kind stirbt nach verzögerter Herzdiagnostik. Der CIRS-Fall zeigt, wie wichtig frühzeitige Befundmitteilung und Monitoring sind.
Fall lesen →Innere Blutung verkannt, Pflegemängel, fehlende Absprachen: Ein Fall zeigt, wie sich Versorgungslücken im Krankenhaus häufen können.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt, wie mangelnde Überwachung nach Herzstillstand und ignorierte Warnsignale zu einer Patientenkatastrophe führen können.
Fall lesen →Ein Patient wurde wegen medikamentös bedingter Halluzinationen in die Psychiatrie eingewiesen – obwohl keine psychische Erkrankung vorlag. Ein Lernfall zur Patientensicherheit.
Fall lesen →Nach einer Oberschenkel-OP wurde das Delir einer Hochbetagten übersehen – mit schwerwiegenden Folgen. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Ein 82-Jähriger erlebt nach einer OP gravierende Versorgungslücken: kein Verbandswechsel, fehlende Absprachen zwischen Stationen. Was lief schief?
Fall lesen →Ein Schlaganfall blieb während eines stationären Aufenthalts unentdeckt. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Beobachtung und Kommunikation sind.
Fall lesen →Nach einem leichten Schlaganfall verschlechterte sich der Zustand einer älteren Patientin in der Frühreha dramatisch. Was lief schief? Ein CIRS-Fall.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team