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2024-1527

zweifelhafte Diagnose Schulter

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Fallbeschreibung:

Schulterdiagnose: Bandruptur statt unnötige OP

Der Zustand liegt etwa 2 Jahre zurück.
Da bei den regelmäßigen Übungen(Fitness-Studio) Probleme mit der Schulter aufgetreten sind wurde der Hausarzt (der Arzt meines Vertrauens) konsoldiert, wie das Problem angegangen werden könnte.
Schmerzmittel und ruhen der wöchentlichen Übungen, sowie Überweisung zum Facharzt waren seine Empfehlung.
Leider musste ich selbst einen „geeigneten“ Orthopäden/Facharzt kontaktieren, inkl Wartezeit. (~4 Wochen)
Dort an die Reihe gekommen wurde der Schmerz (Symtom) behandelt mit einer verabreichten Injektion an der Schulter. Bereits beim ersten Gespräch wurde darüber gesprochen das Schultergelenk chirugisch zu behandeln. Da mir so etwas als ziemlich sinnlos erschien, bat ich den Facharzt um einen Überweisungschein fürs MRT. In der daraus folgenden Diagnostik stand zweifelsohne dass es sich um eine rupiertes Band handelt. Das Schultergelenk zwar altegemäße Abnutzungserscheinung aufweist, aber sicher nicht chirugisch behandelt werden muss! Zurück mit dieser Diagnose nochmal beim Facharzt wollte dieser mir eine Überweisung in ein etwa ~50km entferntes Krankenhaus „andrehen“ um das Schultergelenk zu operieren; Das führte zu einer Verweigerung einer weiteren Behandlung.
Einen zweiten Arzt habe ich nicht aufgesucht. Meine Schulter ist seither mobilitätseingeschränkt aber nicht schmerzhaft.
Eine geeignte Behandlung (Band stabilisieren bzw chirugisch behandeln) blieb aus.

Gut gelaufen:

Besonders gut gelaufen ist an dieser Stelle die Tatsache dass ich ziemlich schnell feststellen durfte dass der Facharzt gerne für seinen Geldbeutel arbeitet und an meinem Gesundheitszustand bzw deren Verbesserung nur peripher interessiert war. Minimaler Aufwand (Kostenerstattung KK) – Maximaler Ertrag für das Unternehmen bzw.

Schlecht gelaufen:

Der Facharzt war nicht interssiert auf mein Anliegen einzugehen. Weder rational als auch emotional. Das gesammte Handeln war eher wie bei einem Roboter. Unsympatisch, Kaufmannsorientiert (Minimaler Aufwand, maximaler Profit),Patient angeschaut, Diagnose/Vorurteil gestellt, kurz gerechnet wieviel Profit sich machen lässt und danach in der Luft gelassen. Ob man rupierte Bänder ambulant behandeln kann entzieht sich meiner Kenntnis. Nehme es aber immer noch an.

Verbesserungsvorschläge:

Was hier aber am Pranger steht ist die Kapitalgeilheit, trotz widersprechender Diagnostik eine Empfehlung zur „Vollbehandlung des Schultergelenks“ ist für mich einer der Gipfel der Gesundheits-Standort-Sicherung-Deutschlands. Es ist mMn auch vollkommen falsch Kapitallöcher mit noch mehr Kapital zu stopfen.

Weitere Infos:

Insgesamt wurde ich einfach nicht gehört. Meine perönliche Lebenssitutation wurde komplett wegignoriert; Ich lebe alleine, bei einem chirugischem Eingriff bin ich mehrere Wochen quasi mittellos in der Gestaltung meines Alltags. Es fand keine Klärung statt wie man damit umgehen sollte, noch wurde ebenso keine Lösung aufgezeigt, wer wie diesem Problem dann in der Nachsorge betraut werden könnte.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag beeinflussen, ist der Weg zum Facharzt ein folgerichtiger Schritt – und die Erwartung, dort gehört und umfassend beraten zu werden, ist absolut berechtigt. Es kann jedoch vorkommen, dass Behandlungsempfehlungen nicht ausreichend begründet werden oder die persönliche Lebenssituation der betroffenen Person dabei keine Rolle zu spielen scheint.

In dem vorliegenden Fall wurde nach einer bildgebenden Untersuchung – einem MRT (Magnetresonanztomografie, ein Verfahren zur detaillierten Darstellung von Weichteilen wie Bändern und Gelenken) – ein gerissenes Band (Bandruptur) festgestellt. Obwohl der Befund keinen zwingenden operativen Eingriff am Schultergelenk nahelegte, wurde wiederholt zu einer Operation geraten. Eine konservative Behandlung des gerissenen Bandes – also ohne Operation – wurde nicht besprochen. Hinweise auf die konkrete Lebenssituation des Patienten, etwa das Alleinleben und die damit verbundenen Herausforderungen bei einer Operation, fanden offenbar keinen Eingang in das Gespräch.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, mit seinen Fragen und seiner Lebenssituation nicht ausreichend gehört zu werden, hat verschiedene Möglichkeiten.

  • Es ist möglich, den Facharzt oder die Fachärztin direkt um eine Erklärung zu bitten, warum eine bestimmte Behandlung empfohlen wird – und welche Alternativen es gibt. Eine mögliche Formulierung: „Können Sie mir erklären, warum eine Operation notwendig ist und welche Behandlungsmöglichkeiten ohne Operation bestehen?“
  • Wenn eine operative Behandlung empfohlen wird, kann man gezielt nach konservativen Alternativen fragen – also Behandlungen ohne Eingriff, zum Beispiel Physiotherapie (gezielte Übungstherapie durch Fachpersonal) oder Bandagen. Auch diese Frage lässt sich direkt stellen: „Ist eine physiotherapeutische Behandlung des gerissenen Bandes in meinem Fall eine Option?“
  • Die eigene Lebenssituation – zum Beispiel das Alleinleben oder fehlende Unterstützung nach einem Eingriff – kann aktiv in das Gespräch eingebracht werden. Medizinische Entscheidungen können und sollen diese Umstände berücksichtigen.
  • Bei Unsicherheit über eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung ist es möglich, eine Zweitmeinung einzuholen. Dafür ist keine besondere Begründung notwendig – gesetzlich Krankenversicherte haben in vielen Fällen einen Anspruch darauf.

Worauf Sie achten können

  • Behandlungsempfehlungen können Sie sich schriftlich geben lassen – zum Beispiel als Arztbrief oder Zusammenfassung des Gesprächs. Das erleichtert es, die Informationen in Ruhe zu verarbeiten.
  • Wenn ein bildgebender Befund wie ein MRT vorliegt, ist es möglich, sich den Befundbericht aushändigen zu lassen und diesen bei einem weiteren Arzt oder einer weiteren Ärztin vorzulegen.
  • Eine Zweitmeinung – etwa bei einem anderen Orthopäden, einer anderen Orthopädin oder in einer Sportmedizin-Praxis – kann helfen, Klarheit über die tatsächlich notwendige Behandlung zu gewinnen.
  • Persönliche Umstände wie das Alleinleben, fehlende Betreuung nach einem Eingriff oder berufliche Einschränkungen sind medizinisch relevante Informationen. Es ist möglich, diese von Beginn an anzusprechen und zu fragen, wie sie bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Geschlecht: männlich

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