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2024-1268

Pflegebedürftige Patientin alleingelassen

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Fallbeschreibung:

Patientensicherheit: Pflegebedürftige Seniorin alleingelassen

Die über 80-jährige Patientin wird nach der Physiotherapie eine Stunde allein bei geöffnetem Fenster und nur mit Nachthemd bekleidet sitzen gelassen, keine Klingel zum Rufen des Pflegepersonals. An einem anderen Tag sitzt sie über 45 Minuten auf dem Toilettenstuhl, erst dann wird auf die Klingel reagiert. Nach einem Krampfanfall muss nach Pflegepersonal gesucht werden, kein Arzt auf Station und eine Pflegehelferin wird erst nach langem Suchen gefunden. Als Angehöriger bekommt man im Beisein der Patientin zu hören, na ja, sie war ja nicht tot …..

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Physiotherapie

Verbesserungsvorschläge:

– Kommunikation und die Pflege allgemein – Betten richten wäre auch nett gewesen

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Der Fall zeigt, wie wichtig Beharrlichkeit von Patienten und Angehörigen ist, wenn sich Symptome nicht bessern. Wenn sich Patienten bei Beschwerden und Schmerzen nicht ernst genommen fühlen, ist eine klare Kommunikation ihrer Sorgen, Bedenken und Bedürfnisse zu empfehlen. Hierzu haben wir bereits einen ersten Tipp erstellt:  https://mehr-patientensicherheit.de/wp-content/uploads/2024/02/mehrPatientensicherheit_TippsVersicherte_01.pdf Dieser Fall lässt erkennen, wie wichtig eine Begleitung und Unterstützung von eingeschränkten Patienten durch Angehörige ist. Angehörige stellen bei eingeschränkten Patienten eine Schlüsselposition dar und können den Behandlungsprozess unterstützen. Von daher ist in solchen Fälle eine Begleitung durch Angehörige unabdingbar. Wenn sich trotz der berechtigten Beschwerden und der Kommunikation der „Missstände“ an das Pflegepersonal, an die behandelnden Ärzte und ggf. auch die Stations- bzw. Klinikleitung nichts ändern sollte, dann ist ein Wechsel auf eine andere Station oder ggf. in eine andere Einrichtung dringend zu empfehlen. Darüber hinaus empfehlen wir, solche kritischen Verläufe dem klinikinternen Risiko- und Beschwerdemanagement (telefonisch oder schriftlich) zu melden. Damit die Klinik die Möglichkeit hat aus solchen kritischen Ereignissen zu lernen. Auch könnten Sie eine schriftliche Beschwerde bei Ihrer Krankenkasse einreichen und um eine Aufklärung Ihres Falls bitten. Es kann zunächst sinnvoll sein, zuerst das persönliche Gespräch mit der jeweiligen Stationsleitung zu suchen, um eventuelle Missverständnisse zu klären. Bei Herausforderungen hinsichtlich der Behandlung können Sie sich jederzeit an Ihre Krankenkasse (Hotline) wenden und sich hier beraten lassen sowie eine Meldung zu solchen kritischen Erfahrungen machen. Darüber hinaus können Sie Beschwerden zu Ärzten auch bei der jeweiligen Landesärztekammer einreichen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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