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2026-047

Psychische Gewalt statt medizinische Begutachtung

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Fallbeschreibung:

Es ging um eine medizinische Einschätzung im Antragsverfahren für den GdB als Patient mit ME/CFS im Schweregrad moderat bis schwer nach Covid 19 – Infektion. Ich saß in meinem Rollstuhl, der Arzt setzte sich erhöht auf die Behandlungsliege und beugte sich nach nur einer Minute im Raum zu mir herunter: Sie wissen, dass Sie nicht in den Rollstuhl gehören! ME/CFS ist eine Modediagnose und Post Covid gibt es gar nicht. Mir habe jemand einen Floh ins Ohr gesetzt, ich könnte seine kleine Schwester sein und würde mein Leben wegwerfen. Ob ich wisse, woher es käme? Ich hätte mich in den letzten Jahren zu sehr um andere Menschen gekümmert, mehr als für mich gut gewesen wäre.

Gut gelaufen:

Nichts!

Schlecht gelaufen:

Ein voreingenommener Gutachter ist nicht in der Lage, eine neutrale und faire Einschätzung abzugeben. Ihn interessierten die mitgebrachten Unterlagen nicht, er würde alles kennen. Der Antrag wurde vor 16 Monaten gestellt, ich hatte neue Unterlagen und Stellungnahmen dabei, von denen ich ausgehen musste, dass er die nicht kennt, da meine behandelnde Neurologin mir immer Auskunft gibt, wenn jemand etwas von ihr angefordert hat. Und das war nicht der Fall.

Verbesserungsvorschläge:

Neutrale Gutachter einsetzen, die von der Erkrankung, über die sie urteilen sollen, mindestens Grundkenntnisse haben, im besten Fall eine echte Expertise besitzen, die Patienten ernst nehmen und nicht die Krankheit leugnen.

Weitere Infos:

ME/CFS ist seit 1969 von der WHO anerkannt, auch Post Covid ist im ICD-10 vorhanden, der allgemeine Forschungs- und Wissensstand sollte Pflichtkenntnis für Mediziner sein. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, jemals wieder ohne Begleitung zu einem mir unbekannten Arzt zu gehen!

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:anderer Bereich
Geschlecht: weiblich

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