2025-353
ME/CFS nicht bekannt bei Ärzten, Pflege und med. Personal
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Wie sollen Ärzte, Pfleger und med. Personal in Arztpraxen und Kliniken meine weiteren Erkrankungen behandeln, wenn sie die einschneidenste Grunderkrankung nicht kennen oder sogar fälschlicherweise als psychosomatisch einordnen? Da ist medizinisch so viel im Argen, dass man sich nur noch wundern kann. Die Ärzteverbände verweigern seit mindestens 10 Jahren jegliche Fortbildung zu der Erkrankung, die nicht im mindesten selten ist. Forschung schreitet voran, aber keiner der Mediziner besucht die Fortbildungen ( Ausrede: keine Zeit ). Fortbildung ist nicht verpflichtend also muß der Arzt nichts über die Haupterkrankung von mindestens 650 000 betroffenen Patienten wissen. Angeblich ist die Erkrankung nicht zu diagnostizieren, weil Blutbefunde und bildgebende Verfahren nichts anzeigen. Aber Parkinson wird ebenfalls ohne die Befunde diagnostiziert. Niemend kommt auf die Idee und verweigert bei Parkinson die Berücksichtigung dieser Erkrankung bei der Behandlung von Begleiterkrankungen, oder gar eine Diagnosestellung. Bei ME/CFS ist die nicht Stellung der Diagnose, durch Ärzte Gang und Gebe. Einzelne Symptome könnten mit Medikamenten behandelt werden, aber man muss bis auf Antidepressiva und Schmerzmedikamente alles selbst bezahlen oder man bekommt sogar mehrfach falsche Diagnosen gestellt (Depression, Anpassungsstörung, Panikerkrankung etc. ). Das über 60 Jahre lang nicht geforscht wurde kann nicht länger den Patienten angelastet werden. Diese Diskreminierung im Gesundheitssystem muss endlich mit gemeinsamen Anstrengungen abgeschafft werden.
Wenn eine Grunderkrankung im Gesundheitssystem wenig bekannt ist, kann das für Betroffene eine außerordentlich belastende Erfahrung bedeuten – nicht nur körperlich, sondern auch durch das Gefühl, nicht gehört oder falsch verstanden zu werden. Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom – eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die unter anderem mit extremer Erschöpfung, Kreislaufproblemen und Überempfindlichkeit gegenüber Reizen einhergeht) berichten häufig, dass ihre Erkrankung in der Versorgung nicht ausreichend berücksichtigt wird oder dass Symptome fälschlicherweise anderen Ursachen zugeordnet werden.
Dieser Fall macht deutlich: Das Problem liegt nicht bei den Betroffenen. Wenn eine Erkrankung in Aus- und Weiterbildung kaum vorkommt und Fortbildungen nicht verpflichtend sind, entsteht eine Versorgungslücke, die Patientinnen und Patienten mit ME/CFS in nahezu allen Bereichen des Gesundheitssystems trifft – von der Hausarztpraxis über das Krankenhaus bis hin zu Fachpraxen und Therapeuten. Das ist eine strukturelle Herausforderung, die weit über den Einzelfall hinausgeht.
Auch wenn es keine vollständige Lösung für eine systemweite Versorgungslücke gibt, gibt es Möglichkeiten, die eigene Versorgung im Rahmen des Machbaren zu gestalten.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung bei Fragen rund um Behandlung, Rechte und Kostenübernahme – auch bei seltenen oder wenig bekannten Erkrankungen. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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