2024-960
falsch gesetzter Schmerzkatheter
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Vor einiger Zeit bekam ich eine Schlittenprothese ins linke Knie. Noch im Aufwachraum wurde mir nach der OP ein Schmerzkatheter gesetzt. Vermutlich traf der Anästhesist einen Nerv, mein linkes Bein war 30 Stunden lang komplett gelähmt, es lag wie ein Zementblock neben mir.
Erst nach dem der Katheter gezogen wurde, kam langsam wieder Leben ins Bein. Dieser Vorfall hat vermutlich eine Arthrofibrose bei mir ausgelöst, mein Knie ist komplett verklebt und steif. Es wurde bereits zweimal nachoperiert, aber es wurde eher schlimmer, vor allem, weil auch die wenigstens Rehaeinrichtungen und Therapeuten mit der Diagnose etwas anfangen können und falsch, d.h. zu viel behandeln.
Ich habe viel Schmerzen, brauch immer noch Gehhilfen und kann meinen Haushalt nicht mehr versorgen. Wir mussten umziehen, da wir sehr viele Treppen im Haus hatten, die ich nicht mehr laufen kann.
Jetzt war ich in einer Spezialreha, die eine kleine Verbesserung brachte, dort wurde mir auch gesagt, dass ich unbedingt zweimal wöchentlich zur Physio müsste und eine Dauertherapie notwendig wäre.
Diese wurde mir nun abgelehnt, da die Diagnose nicht im Heilmittelkatalog vorkäme. Mein Arzt verschreibt mir nichts mehr, weil angeblich das Budget ausgeschöpft ist, ich muss von Arzt zu Arzt, obwohl es mir sehr schwer fällt, aus dem Haus zu gehen und betteln, dass ich weitere Anwendungen bekomme. Das ist schon sehr zermürbend!
Diese Fallschilderung macht deutlich, wie einschneidend die Folgen einer Komplikation nach einer Operation sein können – körperlich, aber auch im ganz alltäglichen Leben. Was als geplanter Eingriff beginnt, kann durch eine Verkettung unvorhergesehener Ereignisse zu einer langen und kräftezehrenden Situation werden, die weit über das Krankenhaus hinausgeht.
Eine Arthrofibrose (darunter versteht man eine überschießende Narbenbildung im Gelenk, die zu Verhärtung und eingeschränkter Beweglichkeit führt) ist eine anerkannte, aber vergleichsweise wenig bekannte Komplikation nach Knieeingriffen. Weil die Diagnose in vielen Versorgungssystemen noch nicht ausreichend etabliert ist, stoßen Betroffene häufig auf Unverständnis – bei der Weiterverschreibung von Therapien ebenso wie bei der Kostenübernahme durch Krankenkassen. In einer solchen Situation wie dieser – mit erheblichen körperlichen Einschränkungen, erschwertem Zugang zu Ärzt:innen und wiederholten Ablehnungen – sind die Handlungsmöglichkeiten real begrenzt. Das verdient ausdrückliche Anerkennung.
Wer sich in einer vergleichbaren Lage befindet, kann verschiedene Wege nutzen, um Unterstützung einzufordern – auch wenn das angesichts der körperlichen Belastung oft viel Kraft kostet.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist kostenlos erreichbar und unterstützt Betroffene bei medizinischen und sozialrechtlichen Fragen: 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Wenn Sie eigene Erfahrungen mit ähnlichen Situationen teilen möchten, können Sie diese auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden – jeder Bericht hilft dabei, auf Lücken im Versorgungssystem aufmerksam zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team