2024-1289
Unbegleitete Entlassung nach TGA
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Bei der Patientin wurde in der NA eine akute TGA festgestellt. Nach einigen Stunden nach Abklingen der ersten Symptome wurde die Patientin ohne Begleitung einfach entlassen. Patienten mit TGA sind üblicherweise noch tagelang schlecht orientiert und verwirrt, das war auch im konkreten Fall so. Dass wir außer im mitgegebenen Arztbrief so erwähnt. Insgesamt unverantwortlich!
Eine plötzliche Gedächtnislücke, Verwirrung und Desorientierung – das Erleben einer Transitorischen Globalen Amnesie (TGA, eine vorübergehende Störung des Gedächtnisses und der Orientierung) ist für Betroffene und Angehörige oft sehr beängstigend. Dass eine solche Situation auch nach der akuten Phase noch Nachsorge erfordert, ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar – weder für Betroffene noch für alle Beteiligten.
Bei einer TGA können Orientierungsprobleme und Verwirrtheit noch mehrere Tage nach dem eigentlichen Ereignis anhalten – auch wenn sich die Person nach außen hin bereits besser zu fühlen scheint. Eine Entlassung aus der Notaufnahme in dieser Phase ohne geeignete Begleitung kann daher eine schwierige Situation für Betroffene darstellen.
Angehörige spielen in solchen Situationen eine besonders wichtige Rolle – gerade dann, wenn die betroffene Person selbst nicht in der Lage ist, ihre eigene Situation vollständig einzuschätzen.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger eine solche Situation erlebt haben, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – die Beratung ist kostenlos und vertraulich. Ihre Erfahrung kann außerdem anderen helfen: Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, Fälle anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Patientensicherheit beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Eine gehbehinderte, demente Patientin wurde ohne Information der Angehörigen entlassen. Was schiefging und wie Entlassungen sicherer werden.
Fall lesen →Ein Patient forderte frühzeitig Entlassmanagement an – doch Sozialdienst und Anschlussversorgung blieben aus. Ein Fall über strukturelle Lücken im Krankenhaus.
Fall lesen →Ein 89-Jähriger wurde mit unerkannter Schluckstörung entlassen. Kommunikationslücken und Versorgungsbrüche zeigen, wo Patientensicherheit gestärkt werden muss.
Fall lesen →Nach einer Darm-OP trotz Wassereinlagerungen entlassen – mit schwerer Folge: massive Atemnot und Notaufnahme. Ein CIRS-Fall über Entlassungsmanagement.
Fall lesen →Eine Patientin mit Dekubitus wurde entlassen und einen Tag später erneut aufgenommen – offenbar aus Abrechnungsgründen. Was dieser Fall über Systemrisiken zeigt.
Fall lesen →Ein pflegebedürftiger Patient wird ohne Information der Familie entlassen. Der Notdienst verweigert Hilfe. Ein CIRS-Fall über Lücken in der Versorgung.
Fall lesen →Ein Patient kam nachts mit Harnverhalt in die Notaufnahme. Trotz geplanter Operation am selben Tag wurde er entlassen. Was lief schief?
Fall lesen →Ein Patient mit Wirbelknochenbruch wurde ohne Rückenschiene entlassen. Was dabei schiefging und welche Risiken entstanden – ein realer CIRS-Fall.
Fall lesen →Fehlende Medikamente, falsche Rezepte, keine Nachsorge: Ein CIRS-Fall zeigt, was beim Entlassungsmanagement schiefgehen kann.
Fall lesen →Ein Patient wurde trotz ärztlicher Hospizempfehlung ins betreute Wohnen entlassen. Was dabei schiefging und was das für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team