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2024-207

Unsittliches Anfassen

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Fallbeschreibung:

Unerwartete Untersuchung: Eingriff ohne Aufklärung

Der Arzt hat mich vor einem Ultraschall mit der Hand in meiner Scheide untersucht.
Es sollte aber nur die Leber untersucht werden. Das war mir unangenehm.

Gut gelaufen:

Der Arzt war freundlich

Schlecht gelaufen:

Ich wurde über die Austastung nicht aufgeklärt.

Verbesserungsvorschläge:

Die Aufklärung. Ich verstehe auch nicht den Grund der Austastung.

Weitere Infos:

War das in Ordnung? Ich fühle mich schlecht habe aber Angst mit dem Arzt zu sprechen.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine körperliche Untersuchung, die unerwartet kommt und nicht erklärt wurde, kann sich sehr unangenehm anfühlen – das ist eine verständliche und nachvollziehbare Reaktion. Manchmal werden in der Medizin Untersuchungsschritte durchgeführt, die Behandelnde als selbstverständlich betrachten, ohne dass sie das betroffenen Personen vorher erläutern – auch wenn eine solche Erklärung wichtig und notwendig ist.

Jede körperliche Untersuchung – besonders eine, die in den Körper eingreift – setzt das Einverständnis der untersuchten Person voraus. Dieses Einverständnis kann nur dann wirklich gegeben werden, wenn vorher erklärt wurde, was geplant ist und warum. Eine vaginale Untersuchung (Tastuntersuchung über die Scheide) ist ein Eingriff in die Intimsphäre und muss vorab klar angekündigt und begründet werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Für zukünftige Termine – oder falls jemand eine ähnliche Situation erlebt – gibt es Möglichkeiten, sich abzusichern und Klarheit zu gewinnen.

  • Zu Beginn einer Untersuchung ist es möglich, direkt nachzufragen, welche Untersuchungsschritte geplant sind: „Können Sie mir bitte erklären, was Sie heute genau untersuchen werden und wie?“ Das ist kein Misstrauen – sondern ein normales und berechtigtes Anliegen.
  • Wenn etwas während einer Untersuchung unerwartet passiert, ist es möglich, jederzeit zu sagen: „Stopp, das wurde mir nicht erklärt – ich möchte zuerst wissen, was das ist.“ Jede Behandlung kann unterbrochen werden.
  • Eine Begleitperson mit in die Praxis zu nehmen, ist möglich – und kann dabei helfen, dass Erklärungen gemeinsam gehört und später besprochen werden können.
  • Wer sich nach einem Termin unwohl fühlt oder Fragen hat, kann die Praxis kontaktieren – schriftlich per E-Mail oder Brief, wenn ein direktes Gespräch schwerfällt – und um eine Erklärung bitten.

Worauf Sie achten können

  • Behandelnde erklären vor jeder Untersuchung verständlich, was sie tun werden und warum – besonders bei Untersuchungen, die die Intimsphäre betreffen.
  • Es wird aktiv nach Ihrem Einverständnis gefragt, bevor eine Untersuchung beginnt.
  • Sie haben das Recht, eine Untersuchung abzulehnen oder zu unterbrechen – ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen.
  • Wenn Ihnen etwas unklar ist oder Sie sich unwohl fühlen: Ihre Wahrnehmung ist berechtigt, und es ist möglich, Unterstützung zu suchen – zum Beispiel bei einer Patientenberatung.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Untersuchung so in Ordnung war, oder wenn Sie das Erlebte belasten, ist Unterstützung möglich – die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät kostenlos, vertraulich und ohne Bewertung unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Weitere Informationen und die Möglichkeit, Ihre Erfahrung anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

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