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2024-1509

Patient Behandlung bei COVID-Erkrankung verweigert

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Fallbeschreibung:

Behandlungsverweigerung bei COVID-19: CIRS-Fall

Patient hatte starke Schwäche und starke Atemnot bei COVID-Erkrankung. Behandlung wurde vermutlich wg. Covid und verbundenem Aufwand verweigert. Patient durfte Krankenhaus nicht betreten. Krankenwagen zur alternativen Klinik wurde nicht zur Verfügung gestellt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Mensch mit starker Atemnot und ausgeprägter Schwäche dringend medizinische Hilfe benötigt, ist das für Betroffene und Angehörige eine zutiefst belastende Situation. Dass trotz dieser Symptome der Zugang zur Notaufnahme verwehrt blieb und kein Weitertransport organisiert wurde, macht eine ohnehin kritische Lage noch schwerer zu bewältigen.

In einer Situation wie dieser – mit schwerer Atemnot, fortgeschrittenem Alter und der abrupten Abweisung an der Krankenhauseingangstür – gab es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen. Das ist wichtig anzuerkennen. Angehörige, die in solchen Momenten dabei sind, stehen vor einer enormen Herausforderung und können dennoch eine wichtige Rolle übernehmen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Den Notruf erneut oder direkt anrufen: Wird in einer Notaufnahme die Behandlung verweigert und ist der Zustand der betroffenen Person lebensbedrohlich, ist es möglich, unmittelbar die 112 zu rufen – auch noch vor Ort. Der Rettungsdienst ist verpflichtet, auf lebensbedrohliche Symptome wie starke Atemnot zu reagieren und kann eigenständig einen Weitertransport organisieren.
  • Auf schwere Symptome klar und konkret hinweisen: In der Kommunikation mit dem medizinischen Personal kann es helfen, die Symptome deutlich zu benennen, zum Beispiel: „Mein Vater bekommt kaum Luft und kann kaum stehen – das ist ein Notfall.“ Eine sachliche, direkte Beschreibung kann dazu beitragen, dass die Dringlichkeit wahrgenommen wird.
  • Den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst einschalten: Unter der Rufnummer 116 117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst rund um die Uhr erreichbar. Dieser kann in akuten Situationen weiterhelfen, eine geeignete Versorgungsstelle benennen oder – bei entsprechender Einschätzung – einen Einsatz veranlassen.
  • Den Vorfall dokumentieren: Wenn möglich, ist es sinnvoll, Uhrzeit, Ort, beteiligte Personen und den genauen Ablauf schriftlich festzuhalten. Diese Dokumentation kann später für eine Beschwerde oder Meldung hilfreich sein.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Notfallkarte mit wichtigen Erkrankungen, Medikamenten und Kontaktpersonen kann im Ernstfall dafür sorgen, dass medizinisches Personal schnell einen Überblick über den Gesundheitszustand bekommt – auch wenn die betroffene Person selbst nicht mehr sprechen kann.
  • Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es einer Vertrauensperson, im Notfall rechtlich bindende Entscheidungen zu treffen und stellvertretend Auskunft zu verlangen oder Widerspruch einzulegen.
  • Die wichtigsten Notruf- und Beratungsnummern – 112 für Notfälle, 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst – lassen sich gut sichtbar oder im Mobiltelefon gespeichert bereithalten, damit sie in Stresssituationen sofort verfügbar sind.
  • Wer regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Angehörige begleitet, kann im Vorfeld klären, welche Krankenhäuser in der Umgebung für bestimmte Erkrankungen besonders geeignet sind – das erleichtert im Notfall eine schnelle Entscheidung.

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese – in denen dringend benötigte Hilfe verweigert wurde – lassen sich der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr) mitteilen; die UPD berät auch zu Beschwerdemöglichkeiten und rechtlichen Schritten. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, solche Erlebnisse anonym zu melden, damit andere davon lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: keine Angabe

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