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2024-271

Tastbefund in der Brust nicht ernst genommen – Brustkrebs erst 1.5 Jahre später erkannt

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Fallbeschreibung:

Brustkrebs spät erkannt: Tastbefund 1,5 Jahre ignoriert

Nachdem ich einen deutlichen Tastbefund eines Knotens in der Brust entdeckt habe, suchte ich meinen Gynäkologen / meine Gynäkologin vier Mal auf. Jedes Mal tastete er/ sie die Brust ab, machte flüchtige Ultraschalluntersuchungen und meinte…da ist nichts. Beim vierten Termin, habe ich darauf bestanden, mich zum Brustzentrum zu überweisen, was er / sie dann widerwillig gemacht hat. Inzwischen waren 1, 5 Jahre vergangen. Im Brustzentrum erhielt ich dann die Diagnose Brustkrebs. Der Tumor war mittlerweile 5 cm groß. Mein Appell an die Ärzte und Ärztinnen, nehmen Sie es ernst, wenn der Patient / die Patientin das Gefühl hat, das etwas nicht stimmt.
Ebenso ein Appell an alle Patienten und Patientinnen, bleiben Sie hartnäckig , hinterfragen Sie alles, bestehen Sie auf weiterführende Untersuchungen.
Es ist jetzt Jahre her, im vergangenen Jahr hatte ich ein Rezidiv.

Gut gelaufen:

Wurde dann in dem Brustzentrum erstklassig behandelt.

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Einen Knoten in der Brust zu entdecken ist eine beunruhigende Erfahrung – und es erfordert Mut, immer wieder ärztliche Hilfe zu suchen, wenn die eigene Wahrnehmung nicht bestätigt wird. Manchmal kommt es vor, dass ein Befund trotz mehrfacher Untersuchungen zunächst nicht als behandlungsbedürftig eingestuft wird, obwohl die betroffene Person deutliche Veränderungen an ihrem Körper wahrnimmt.

In diesem Fall hatte die Patientin über einen längeren Zeitraum ein klares Körpersignal wahrgenommen und ist konsequent ärztliche Wege gegangen. Erst auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin wurde sie schließlich in ein Brustzentrum – eine auf Brusterkrankungen spezialisierte Einrichtung – überwiesen, wo die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, dass ein körperliches Zeichen nicht ausreichend abgeklärt wurde, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden.

  • Es ist möglich, bei anhaltender Unsicherheit ausdrücklich nach einer Überweisung zu einer spezialisierten Einrichtung zu fragen – zum Beispiel zu einem Brustzentrum oder einer Röntgenpraxis mit Mammografie-Angebot (Bruströntgen). Eine solche Bitte lässt sich so formulieren: „Ich nehme diesen Befund deutlich wahr und würde mich mit einer spezialisierten Zweitmeinung sicherer fühlen – können Sie mich überweisen?“
  • Eine zweite ärztliche Meinung (Zweitmeinung) einzuholen ist immer möglich – entweder in einer anderen Praxis oder direkt in einem Brustzentrum. Gesetzlich Versicherte haben auf eine solche Zweitmeinung unter bestimmten Bedingungen einen Anspruch.
  • Es kann helfen, die eigenen Beobachtungen schriftlich festzuhalten: Wann wurde der Knoten entdeckt? Hat er sich verändert? Welche Untersuchungen wurden durchgeführt? Diese Notizen erleichtern die Kommunikation bei weiteren Terminen.
  • Wer sich in einem Gespräch nicht gehört fühlt, kann eine Vertrauensperson zur nächsten Untersuchung mitbringen – sie kann zuhören, Fragen stellen und unterstützen.

Worauf Sie achten können

  • Selbst wahrgenommene Veränderungen in der Brust – wie ein neu entstandener Knoten, eine Verhärtung oder eine Veränderung der Hautoberfläche – können ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden, auch wenn ein erster Befund unauffällig war.
  • Bei Unsicherheit nach einer Untersuchung ist es möglich zu fragen: „Welche weiteren Untersuchungen wären denkbar, wenn der Befund bestehen bleibt?“
  • Eine Überweisung in ein Brustzentrum oder zu einer spezialisierten Radiologin bzw. einem Radiologen ist eine Option, die aktiv angesprochen werden kann – insbesondere wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose Beratung an – auch dazu, welche Untersuchungen möglich sind und wie man weiterführende Abklärung einfordern kann.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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