2024-1301
Dekubitus Grad 4 nach stationären Aufenthalt
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Vater (85) wurde nach GammaNagel OP regelkonform nach 5 Tagen in Kurzzeitpflege entlassen um Rehabeginn abzuwarten.
Beginn der Reha nach 3 Wochen. Leider mit wenig Therapieangeboten und ohne Dekubitusprophylaxe. Nach 5 Tagen Rückführung ins Krankenhaus über Rettungsstelle wegen beginnenden Dekubitus am Steiß und bds. Fersen.
3 Tage Hautklinik mit ordentlicher Versorgung ( ADM und Freilagerung) , dann Verlegung auf Geriatrie mit 3 Wochen Aufenthalt.
Keine ADM, keine Mobilisierung
Trotz Ansprechen der Dekubitusproblematik keine Veränderung von Seiten der Ärzte. Pflegepersonal in seinem möglichen Rahmen bemüht.
Entlassung nach 3 Wochen ins Pflegeheim mit Entlassungsdiagnose Dekubitus Grad 1 nach Braden Skala.
Steißdekubitus 2 Handteller groß und bis auf Beckenknochen tief.
Fersenbereich bds offen und nekrotisch.
Wenn ein älterer Mensch nach einer Operation mehrere Wochen überwiegend im Liegen verbringt, ist das eine belastende Zeit – für die betroffene Person und für alle, die sich um sie sorgen. Ein Druckgeschwür (Dekubitus) ist eine ernste Komplikation, die entstehen kann, wenn bestimmte Körperstellen dauerhaft unter Druck geraten und nicht ausreichend durchblutet werden.
In solchen Situationen kann es vorkommen, dass Schutzmaßnahmen gegen Druckgeschwüre – die sogenannte Dekubitusprophylaxe – nicht konsequent oder lückenlos umgesetzt werden. Ein Dekubitus kann sich innerhalb weniger Tage entwickeln und dabei rasch tiefere Gewebeschichten betreffen. Der Übergang zwischen verschiedenen Einrichtungen, zum Beispiel von der Kurzzeitpflege in die Rehabilitation und weiter ins Krankenhaus, ist dabei eine Phase, in der Informationen und Maßnahmen manchmal nicht vollständig weitergegeben werden.
Angehörige, die eine nahestehende Person durch Pflegeübergänge begleiten, können in diesem Prozess eine wichtige Rolle übernehmen – wenn sie das möchten und es ihnen möglich ist.
Wer als Angehöriger eine solche Situation erlebt hat und Fragen zur Versorgung oder zu möglichen weiteren Schritten hat, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich. Erfahrungen wie diese können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden, um anderen Betroffenen und dem Gesundheitssystem zu helfen, aus solchen Situationen zu lernen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Drei unbehandelte Druckstellen, kein Eintrag im Arztbrief: Wie fehlende Dokumentation bei der Entlassung Patienten gefährdet.
Fall lesen →Ein Patient wurde mit unbehandeltem Dekubitus entlassen und konnte nicht selbstständig trinken. Wie es dazu kam und was dieser Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine über 90-Jährige entwickelt im Krankenhaus einen Dekubitus – ohne Dokumentation oder Pflegeübergabe. Ein Fall über Lücken in der Patientensicherheit.
Fall lesen →Eine 80-jährige Patientin erlitt nach stundenlangem Warten ohne Trinkangebot einen Kreislaufkollaps. Was dieser CIRS-Fall über Basisversorgung lehrt.
Fall lesen →Nach einer Hüftprothesen-OP kam es zu Nervenschaden, Gefühlsverlust an der Fußsohle und Dekubitus. Ein CIRS-Fall über Komplikationen und deren Folgen.
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Die Betriebskrankenkassen:
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