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2024-895

Falsche Behandlung: Starke Entwässerung mit Torasemit und Infusion führt zu Schlaganfall

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Fallbeschreibung:

Meine Frau klagte über Luftmangel, Kardiologe und pneumologe attestierten „altersgerecht“. Beim Hauarzt bestand ich auf Einweisung ins Krankenhaus. Dort wurde eine Entwässerung eingeleitet, um das schwache Herz ( Aortenklappe und 3 Bypässe) zu entlasten. Es wurden 6 Liter/Kilo mit Torasemit und Infusion „erzielt. Die Entlassung konnte nur mit einem Rollstuhl, bis zum Privatwagen, erfolgen. Beim Duschen war meine Frau so schwach, dass ich Schwierigkeiten hatte sie zu halten. Kurzfristig konnte ich Pflegekräfte gewinnen. Nach drei Tagen konnte meine Frau sich nicht mehr artikulieren, so dass ich die Rettung angefordert habe, Verdacht auf Schlaganfall und Transport ins gleiche Krankenhaus. Festgestellt wurde ein zu niedriger Natronbestandteil im Blut. Mit Infusionen wurde der Mangel reduziert, nach Ca. 4 Tagen erfolgte die Entlassung. Die Tabletten wurden angepasst und der Natronspiegel betrug dann 136. Kardiologe und Hausarzt haben uns, wegen der Herzschwäche, eine Reduzierung der Flüssigkeit/ Tag, bei gleichzeitiger Gewichtskontrolle empfohlen und Dosierung mit Torasemit jeweils anzupassen. Das klappt ganz gut, die allg. Schwäche ist aber geblieben. Spaziergänge bei der jetzigen kalten Luft (mit Maske) sind nur sehr kurz möglich, ca. 100 m. Nach meiner Auffassung hat die starke Entwässerung zum Schlaganfall geführt.

Gut gelaufen:

Beim zweiten Krankenhausaufenthalt wurde der Fehler vom ersten Aufenthalt wohl behoben. Erst die Fachärzte haben eine Strategie entwickelt.Gut gelaufen ist die Nachbehandlung durch die Fachärzte. Zunächst wurde der Patientin und mir als Angehörigen die Bedeutung des Natron im Blut erklärt und und der Einfluss der Körperflüssigkeit auf die Herzbelastung. Es ist eine fortlaufende Überwachung der Blutwerte vereinbart , beim Hausarzt und durch den Kardiologen.

Schlecht gelaufen:

Die Arztbriefe war für uns nicht zu verstehen, es gab auch keine ärztliche Information zur Entlassung.

Verbesserungsvorschläge:

Weitere Infos:

Diese geschilderte Entwicklung war im Anfang 2024 passiert. Wie oben bereits angedeutet, ist es ein Unding, das Arztbriefe kaum verständlich abgefasst werden und kein Abschlussgespräch, ggf. auch „nur mit dem Assistenzarzt geführt wird.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Krankenhaus, Intensivstation, Notaufnahme
Geschlecht: weiblich

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