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2024-139

bewusst falsche Medikamentenbehandlung

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Fallbeschreibung:

Bluthochdruck jahrelang falsch behandelt – CIRS-Fall

Mein/e frühere/r Hausarzt/ Hausärztin hatte es 6 Jahre „nicht bemerkt“, dass meine Herzaktivität die Ursache meines erhöhten Blutdruckes ist. So habe ich unzählige Blutdrucktabletten bei Bedarf ,d.h. tgl. Bluthochdruck über 200 zu 120) eingenommen. (In dieser Praxis reichte ich mehrfach meinen Medikamentenplan ein, der 5 Jahre falsch notiert- bis zum Abbruch der Behandlung- war.

Ich litt am erhöhten Puls und somit am erhöhten Blutdruck über etliche Jahren. Mein/e Hausarzt/ Hausärztin hat mir über Jahre lediglich die Medikamente und das umstrittene (bereits an DDR-Patienten getestete) Medikament verschrieben. Immer wieder erhöhte diese/r Ärztin/ Arzt die Dosis mit der Aussage, ich solle vorsichtig sein, ich stände kurz vor einem Schlaganfall. Auch mein/e damals behandelnde/r Psychiaterin/ Psychiater (damalige/r Medikamententester/in) meinte, ich bin kurz vor einem Schlaganfall.

Der Psychiater/ Die Psychiaterin telefonierte wegen meinem definitiv viel zu hohen Blutdruck mit meinem Hausarzt/ meiner Hausärztin. Es veränderte sich nichts an der Medikamenteneinstellung. Im Gegenteil:Ich bekam vom Psychiater/ von der Psychiaterin ein Antidepressivum verordnet. Das hatte die Nebenwirkung meinen Puls weiter zu erhöhen.

Erst durch Tricks meinerseits könnte ich mir ein anderes Medikament von einem dritten Mediziner verschreiben lassen. Zu meiner Aussage, ich habe das Gefühl, bald sterben zu müssen, sagte dieser/ diese, dass dieses Empfinden keine Einbildung ist. Ohne dieses Präparat ist meine Lebenserwartung drastisch kürzer.

Auf meine Bitte um eine Überweisung zum Kardiologen, meinte mein/e Hausarzt/ Hausärztin, dies würde mich an die 300 Euro kosten, weil diese Untersuchung nicht für mich in Frage kommt. Da ich auf den dritten Mediziner verwies, bekam ich mit lautstarkem Beschimpfen die entsprechende Überweisung.

Ich erklärte dem/ der All.Mediziner/in, ich hätte mir eine Überweisung zum dritten Mediziner, aus seiner Praxis geholt, da ich starke Rückenschmerzen hatte. Allg.Arzt/ Ärztin versicherte mir zuvor, bei diesen Rückenbeschwerden hilft nur eine Operation. Nach dem Einrenken der Wirbelsäule durch dritten Arzt habe ich überhaupt keine Beschwerden mehr.

Weiter bin ich empört über beleidigende Aussagen wegen meines Rauchen. Bereits bei früheren mehreren Arztbesuchen teilte ich mit, ich dürfe nicht schlagartig mit dem Rauchen aufhören, da sonst meine Leberfunktion zusammen bricht/ zusammenbrechen könnte, da ich starke Psychopharmaka einnehme. Mein/e derzeit behandelnde/r Psychiaterin/Psychiater, hat mit sehr nahe gelegt, dass das Beenden meines Rauchen tödlich endet/ enden kann.

Hinzu kommt, dass der Hausarzt/ die Hausärztin auch nach langem Betteln meinerseits, mir keine Impfung gegen eine Lungenentzündung „gegeben“ hat- trotz der eigenen Kostenübernahme. Dann habe ich mir diese Impfung von meiner Frauenärztin/ meinem Frauenarzt „geben“ lassen.
Nachdem ich das Gefühl hatte, man habe mir wieder Drogen untergemischt, versagte mir der/ die frühere Hausarzt/ Hausärztin einen Drogentest, trotz eigener Vergütung.

Ärztekammer und Schlichtungsstelle legten zügig mein Beschwerdevorbringen zu den Akten. Die Stellungnahme des All.Mediziner wurde auf meine Bitte hin, nicht an mich weitergeleitet. Und weil dieser Arzt/ diese Ärztin auch seine/ ihre Zustimmung für ein Verfahren nicht gegeben hat, gab es aus diesem Grunde keine Ahndung. Das ist, als stände ein/e Mörder/ Mörderin vor Gericht und sagt, er/sie lehnt eine Strafe ab. Und der/die Mörder/ Mörderin darf dann nach Hause gehen. Die Ärztekammer bat um mein Verständnis.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Die Ärztin/ Der Arzt gab seine Zustimmung nicht für eine Klärung.

Verbesserungsvorschläge:

Ärztekammer hätte einschreiten müssen. Akut häufen sich Todesfälle ihrer/ seiner Patienten, die alle diese bestimmten Medikamente bekamen.

Weitere Infos:

Mein Anliegen bei der Schlichtungsstelle war nicht kommerzieller Art. Hier geht es um Leben.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn Menschen über lange Zeit das Gefühl haben, dass ihre Beschwerden nicht ausreichend erklärt oder behandelt werden, ist das belastend – körperlich und emotional. Situationen, in denen trotz anhaltender Symptome keine weiterführende Abklärung erfolgt und eigene Anliegen nicht gehört werden, können das Vertrauen in die medizinische Versorgung erheblich erschüttern.

Erhöhter Blutdruck (Hypertonie) kann verschiedene Ursachen haben – darunter auch eine erhöhte Herzfrequenz (Puls). Wenn die zugrundeliegende Ursache nicht erkannt wird, kann eine Behandlung, die nur auf den Blutdruck selbst zielt, weniger wirksam sein. Gleichzeitig können verschiedene Medikamente – darunter bestimmte Antidepressiva – den Puls beeinflussen, was bei der Gesamtbehandlung berücksichtigt werden sollte.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, dass Beschwerden über längere Zeit nicht ausreichend abgeklärt werden, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv nach Unterstützung zu suchen.

  • Es ist möglich, jederzeit eine Zweitmeinung einzuholen – also eine andere Arztpraxis um eine unabhängige Einschätzung zu bitten. Das ist ein anerkanntes Recht und kein Misstrauensvotum gegenüber der bisherigen Behandlung.
  • Wer den Eindruck hat, dass eine Überweisung zu einer Fachärztin oder einem Facharzt (z. B. Kardiologin oder Kardiologe – Herzspezialisten) sinnvoll wäre, kann dies direkt ansprechen: „Ich würde gerne eine kardiologische Untersuchung durchführen lassen. Können Sie mir dafür eine Überweisung ausstellen?“ – Eine Ablehnung kann schriftlich erbeten werden.
  • Alle Medikamente, die eingenommen werden, können in einem persönlichen Medikamentenplan festgehalten und bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden. Es ist möglich zu bitten, dass Änderungen am Plan gemeinsam besprochen und schriftlich bestätigt werden.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung an – auch wenn es darum geht, eigene Rechte zu verstehen oder eine Beschwerde vorzubereiten.

Worauf Sie achten können

  • Besteht ein dauerhaft erhöhter Blutdruck trotz Behandlung, kann eine Abklärung der Ursache – zum Beispiel durch eine kardiologische Untersuchung – sinnvoll sein.
  • Bei Unsicherheiten zur Wirkung oder zu Wechselwirkungen von Medikamenten ist es möglich, gezielt nachzufragen oder eine Apotheke um eine unabhängige Einschätzung zu bitten.
  • Eigene Arztbesuche, Beschwerden und Medikamentenänderungen lassen sich in einem Notizbuch oder einer App dokumentieren – das kann bei späteren Gesprächen hilfreich sein.
  • Wer mit einer Behandlung unzufrieden ist oder das Gefühl hat, nicht gehört zu werden, kann die Praxis wechseln – das ist jederzeit möglich und erfordert keine Begründung.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist kostenlos erreichbar und unterstützt dabei, Rechte zu verstehen, Beschwerden einzuordnen und nächste Schritte zu planen. Weitere Informationen und Erfahrungsberichte finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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