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2024-1376

Blasenspiegelung verursacht Blaseninfektion

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Fallbeschreibung:

Harnwegsinfektion nach Blasenspiegelung – CIRS-Fall

Es wurde zur Nachkontrolle einer Karzinomentfernung aus der Blase eine dritte Blasenspiegelung durchgeführt.

Die vorhergende Harnanalyse ergab keinen Befund. Am Tage nach dem Eingriff begannen die Symptome einer Harnwegsinfektion, die ich gut kenne, weil das das dritte Mal war. Am Tag drauf schwerste Symptome mit beginnender Antibiotikatherapie.

Die ärztliche Erklärung war, dass meine eigenen Bakterien Schuld sind, die im Resturin schwimmen. Von Hygieneprobleme beim Ablauf der Spiegelung keine Rede.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

1. Keine Aufklärung über das hohe Infektionsrisiko beim Eingriff in die Blase. 2. Zu wenig eingriffsbegleitende Hygiene und Infektionsschutz. 3. Keine direkt anschließende Bakterien Bekämpfung. 4. Urologen haben wenig Neigung für das Individuum als Ganzes.

Verbesserungsvorschläge:

S.o.

Weitere Infos:

Wenn Urologen schon so ein kleines Fachgebiet haben, sollten sie auch das Umfeld von Blase und Co kennen. Jedesmal Antibiotika nach voraussehbarer Infektion scheint mir übertrieben.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) ist ein wichtiges Verfahren, um die Blase nach einer Tumorentfernung regelmäßig zu kontrollieren – und gleichzeitig ein Eingriff, der den Körper belastet. Es ist nachvollziehbar und belastend, wenn nach einem solchen Kontrolltermin eine Infektion auftritt, die behandelt werden muss – besonders dann, wenn das bereits mehrfach geschehen ist.

Harnwegsinfektionen nach einer Blasenspiegelung sind eine bekannte mögliche Komplikation. Die Harnröhre und die Blase werden dabei von außen mit einem Instrument berührt, was das Risiko erhöht, dass Bakterien in die Blase gelangen oder dort bereits vorhandene Keime aktiviert werden. Dieses Risiko lässt sich reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen – unabhängig davon, wie sorgfältig der Eingriff durchgeführt wird. Gleichzeitig ist es verständlich, dass Betroffene mehr Informationen darüber erwarten, was sie erwartet – und was danach passieren kann.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer regelmäßig solche Eingriffe hat, kann vor dem nächsten Termin gezielt das Gespräch suchen – das kann dazu beitragen, gemeinsam mit dem ärztlichen Team individuelle Risiken zu besprechen und mögliche Schutzmaßnahmen abzuwägen.

  • Vor dem Eingriff ist es möglich, das behandelnde Team nach dem persönlichen Infektionsrisiko zu fragen – besonders wenn bereits frühere Infektionen nach ähnlichen Eingriffen aufgetreten sind. Eine Formulierung könnte sein: „Bei den letzten Blasenspiegelungen habe ich jedes Mal danach eine Harnwegsinfektion bekommen. Können wir besprechen, wie sich das diesmal verhindern lässt?“
  • Es ist möglich, gezielt nach einer vorbeugenden Behandlung zu fragen – zum Beispiel, ob eine einmalige Antibiotikagabe (sogenannte Prophylaxe) vor oder nach dem Eingriff für die persönliche Situation in Frage kommt. Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin abgewogen werden.
  • Wer schon mehrfach ähnliche Erfahrungen gemacht hat, kann auch eine zweite ärztliche Meinung einholen – etwa bei einem anderen Urologen oder einer anderen Urologin oder einem auf Harnwegsinfektionen spezialisierten Zentrum.
  • Die eigene Krankengeschichte schriftlich festzuhalten – mit Datum der Eingriffe, aufgetretenen Symptomen und durchgeführten Behandlungen – kann es erleichtern, beim nächsten Termin gezielt auf frühere Verläufe hinzuweisen.

Worauf Sie achten können

  • Vor jedem Eingriff: Wurde ich über mögliche Risiken informiert – einschließlich des Infektionsrisikos?
  • Bei bekanntem Wiederholungsrisiko: Wurde das persönliche Risikoprofil im Aufklärungsgespräch berücksichtigt?
  • Nach dem Eingriff: Ich kenne die typischen Zeichen einer Harnwegsinfektion (Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Trübung des Urins) und weiß, wann ich ärztliche Hilfe aufsuchen kann.
  • Bei Unklarheiten über die Ursache einer Komplikation: Es ist möglich, nachzufragen, welche Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten – und wie sich das künftig vermeiden lässt.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

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