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2026-049

Schwierige Notrufabfrage im Pflegeheim

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Fallbeschreibung:

Sprachbarriere im Notruf: Fehleinsatz im Pflegeheim

Der Rettungsdienst wird in eine Pflegeeinrichtung alarmiert. Im durch die Leitstelle übermittelten Text, steht, dass die anrufende, mitarbeitende Person der Pflegeeinrichtung nicht beantworten kann, ob die betroffene Person reagiert, atmet oder was genau das Problem ist. Zusätzlich kommt erschwerend eine Sprachbarriere dazu.
Disponiert werden, bei Annahme einer ggf. bewusstlosen Person mehrere, unter anderem notärztlich besetzte Rettungsmittel. Die letztendlich festgestellte Situation erforderte lediglich einen Krankentransport.

Gut gelaufen:

– Entsprechend des Meldebilds wurden adäquat rettungsdienstliche Resourcen disponiert. – In der Pflegeeinrichtung erhielt die Pflegekraft, die den Notruf absetzte bis zum Eintreffen des Rettungsdienst Hilfe von Pflegekräften aus anderen Bereichen.

Schlecht gelaufen:

– Eine Fachkraft in einer Pflegeeinrichtung hat Schwierigkeiten festzustellen, ob eine Person reagiert oder noch atmet. Hier scheint unklar ob andere, tatsächliche Notsituationen korrekt erkannt würden, wenn bereits diese Einschätzungen nicht möglich sind. – Die mitarbeitende Person konnte im Notrufgespräch durch die Sprachbarriere so gut wie keine Informationen vermitteln. Es scheint wahrscheinlich, dass wichtige Informationen nicht weitergegeben werden.

Verbesserungsvorschläge:

Pflegekräfte, die Probleme mit der Kommunikation oder medizinischen Einschätzung haben (ob Sprachbarriere oder anderweitig), sollten Unterstützung, in etwa durch eine weitere Pflegekraft erhalten, die diese Schwierigkeiten ausgleichen kann. Langfristig sollten die Menschen vom Arbeitgeber unterstützt werden an diesen Schwierigkeiten zu arbeiten.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Notfall in einer Pflegeeinrichtung erfordert schnelles Handeln – und genau in solchen Momenten kann es besonders schwer sein, die richtigen Worte zu finden oder eine Situation präzise einzuschätzen. Wenn im Notrufgespräch wichtige Informationen fehlen, reagiert der Rettungsdienst nach dem Prinzip der Vorsicht und schickt mehr Einsatzkräfte als möglicherweise nötig – das ist im Sinne der Sicherheit der betroffenen Person.

In diesem Fall konnte die Person am Telefon weder einschätzen, ob die betroffene Person reagierte oder atmete, noch diese Beobachtungen sprachlich vermitteln. Solche Situationen sind keine Seltenheit: Sprachbarrieren, Stress und fehlende Routine im Umgang mit Notfallsituationen können zusammentreffen und die Kommunikation erheblich erschweren. Wichtig anzuerkennen ist: In einem akuten Notfallmoment gibt es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – dieser Bericht richtet sich daher an Angehörige, Begleitpersonen und alle, die vorausschauend planen möchten.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Bei einem Besuch in der Pflegeeinrichtung ist es möglich, nach einem Notfallplan zu fragen – also danach, wie die Einrichtung sicherstellt, dass im Ernstfall eine sprachlich und fachlich geeignete Person den Notruf absetzen kann.
  • Angehörige können der Einrichtung eine Kontaktliste hinterlassen, auf der vermerkt ist, unter welcher Nummer sie im Notfall erreichbar sind – und wer alternativ kontaktiert werden kann, falls sie selbst nicht erreichbar sind.
  • Es ist möglich, gemeinsam mit dem Pflegeteam wichtige medizinische Informationen in einer Notfallmappe zusammenzustellen, zum Beispiel Vorerkrankungen, aktuelle Medikamente und besondere Risiken. Diese Mappe kann dem Rettungsdienst im Einsatz wertvolle Zeit sparen.
  • Angehörige können die Einrichtung direkt ansprechen, wenn sie Bedenken haben: „Wie ist bei Ihnen geregelt, wer im Notfall den Rettungsdienst ruft und das Gespräch führt?“ – eine solche Frage ist berechtigt und kann zur Klärung beitragen.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine aktuelle Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind in der Pflegeeinrichtung hinterlegt und dem Personal bekannt.
  • Eine kompakte Notfallkarte mit den wichtigsten Gesundheitsinformationen liegt gut sichtbar bei den Unterlagen der betroffenen Person.
  • Es ist geklärt, welche Person im Notfall als erste angerufen wird – und wer einspringt, wenn diese nicht erreichbar ist.
  • Bei regelmäßigen Besuchen lässt sich beobachten, ob das Pflegepersonal sicher und routiniert wirkt – und es lässt sich nachfragen, ob regelmäßige Notfallübungen stattfinden.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige oder betroffene Person Fragen zu Ihren Rechten in der Pflege haben oder Unterstützung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos zur Verfügung. Weitere Informationen und Berichte aus der Praxis finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: keine Angabe
Alter: Keine Angabe
Art der Einrichtung:Pflege, Rettungsdienst/Krankentransport, Stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim)
Geschlecht: keine Angabe

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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