2024-1239
Genickbruch nach Physiotherapie
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Vor 5 Jahren wollte ich mich nach einer 4-wöchigen Reise von meiner Masseurin durchkneten lassen. Stattdessen übernahm ein fremder Physiotherapeut. Dieser bat mich, dass ich mich auf den Rücken legen und dann im 45-Grad-Winkel (wie auf einem Badetuch) auf der Liege Platz nehmen sollte. Ohne Vorankündigung „renkte“ er mich mit einem sog. Schäfergriff ein und „beendete daraufhin mein Leben“.
Seinem Anwalt und dem Gericht hat er dann erzählt, mich nur mobilisiert zu haben. Alles spricht für mich (jahrelanger Ärztemarathon, Arbeitsaufgabe, Studium, Freunde, Hobbys), aber der Sachverständige folgt dem Physiotherapeuten.
Eine Behandlung, die anders verläuft als erwartet, kann das Leben grundlegend verändern – körperlich, beruflich und sozial. Wenn nach einer solchen Situation auch noch der rechtliche Weg mit erheblichen Hindernissen verbunden ist, kommt zu den gesundheitlichen Folgen eine weitere, schwere Belastung hinzu.
Manuelle Techniken in der Physiotherapie – zum Beispiel Mobilisationen der Wirbelsäule – können in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Bestimmte Techniken wie eine Manipulation der Halswirbelsäule setzen eine sorgfältige Voruntersuchung und die ausdrückliche Zustimmung der behandelten Person voraus. In Situationen, in denen eine Behandlung ohne Ankündigung und ohne vorherige Aufklärung beginnt, gibt es für Betroffene oft keinen realistischen Spielraum, rechtzeitig einzugreifen – das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung zu medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Fragen nach einem möglichen Behandlungsfehler – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen anonym gemeldet werden, damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und das Gesundheitssystem sicherer werden kann.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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