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2024-219

Blinddarmentzündung nicht erkannt – Folge Blinddarmdurchbruch

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Fallbeschreibung:

Blinddarmdurchbruch nach verzögerter Diagnose in der Notaufnahme

Ich bin mit Magenschmerzen in die Notaufnahme gefahren. Zuerst wurde ein EKG gemacht um einen Herzinfarkt auszuschließen. Da fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Dann wurde eine Tastuntersuchung gemacht und als die Ärztin auf den Blinddarm drückte hatte ich extrem starke Schmerzen worauf sie nur meinte das dort aber nicht der Magen liegen würde.
Dann wurde lange eine Ultraschall Untersuchung gemacht. Danach wurde ich nach Hause geschickt und mir gesagt das ich am nächsten Vormittag wieder kommen soll, da dann der Oberarzt da wäre. Ich habe die Nacht sehr große Schmerzen gehabt und am nächsten Tag wurde ein Blinddarm Durchbruch festgestellt. Super war dann die Betreuung auf der Chirurgischen Station , aber ich hatte einige Monate später immer noch mit mit einer Magenschleimhaut Entzündung zu tun. Dies hätte nicht sein müssen, wenn die Blinddarmentzündung direkt erkannt worden wäre.

Gut gelaufen:

Super Betreuung auf der Chirurgischen Station, sowohl das Pflegepersonal als auch die Ärzte nahmen sich Zeit und waren für mich da.

Schlecht gelaufen:

Einfache Untersuchungen ( auch ohne Ultraschall wurde früher eine Blinddarmentzündung festgestellt) wurden nicht gemacht bzw. falsch gedeutet. Die Ärztin war total überfordert und es war keiner von dem sie sich hätte eine zweite Meinung holen können.

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Besetzung der Notaufnahme .

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Notaufnahme aufzusuchen, weil man starke Schmerzen hat, ist ein mutiger und richtiger Schritt – und es ist belastend, wenn man trotzdem mit unklarer Diagnose nach Hause geschickt wird und die Nacht in großen Schmerzen verbringt. Eine Blinddarmentzündung (medizinisch: Appendizitis) kann sich in ihren Symptomen unterschiedlich zeigen und ist nicht immer leicht von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, besonders in einer stark ausgelasteten Notaufnahme.

In solchen Situationen können auch erfahrene medizinische Fachkräfte vor diagnostischen Unsicherheiten stehen – das liegt an der Natur bestimmter Erkrankungen, aber auch an strukturellen Bedingungen wie Personalengpässen. Betroffene sind in einem solchen Moment oft erschöpft und auf die Einschätzung des medizinischen Teams angewiesen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer mit starken Bauchschmerzen medizinische Hilfe sucht, kann durch einige gezielte Schritte dazu beitragen, dass die eigene Situation klar kommuniziert wird – auch wenn die endgültige Entscheidung immer beim medizinischen Team liegt.

  • Schmerzen genau beschreiben: Es kann helfen, Ort, Stärke und Verlauf der Schmerzen möglichst konkret zu schildern – zum Beispiel: „Der Schmerz hat gestern Nacht im Bauch begonnen und ist jetzt vor allem rechts unten, er wird stärker, nicht besser.“
  • Veränderungen aktiv ansprechen: Wenn sich der Zustand während des Aufenthalts in der Notaufnahme verschlechtert, ist es möglich, das sofort zu melden – zum Beispiel: „Meine Schmerzen sind in den letzten Minuten deutlich stärker geworden. Bitte schauen Sie nochmal nach mir.“
  • Bedenken gegen eine Entlassung äußern: Wenn man sich unsicher fühlt, ob es sicher ist, nach Hause zu gehen, kann man das ansprechen – etwa: „Ich habe Bedenken, heute Nacht allein zu sein. Was soll ich tun, wenn die Schmerzen stärker werden?“
  • Eine Begleitperson mitbringen: Eine Vertrauensperson kann in der Notaufnahme unterstützen – Symptome bestätigen, Fragen stellen und bei der Entlassung helfen, die Situation einzuschätzen.

Worauf Sie achten können

  • Wenn starke Bauchschmerzen nachts deutlich zunehmen statt nachlassen, kann ein erneuter Besuch der Notaufnahme – auch mitten in der Nacht – sinnvoll sein, ohne auf den nächsten Morgen zu warten.
  • Ein klares Zeichen dafür, dass ärztliche Hilfe dringend gesucht werden sollte: Wenn der Bauch sich hart anfühlt, Fieber hinzukommt oder die Schmerzen plötzlich kurz nachlassen und dann schlimmer werden.
  • Es ist möglich, in der Notaufnahme zu fragen, unter welchen Bedingungen man sofort zurückkommen oder den Notruf wählen sollte – konkrete Rückkehrkriterien sind ein berechtigtes Anliegen.
  • Positive Erfahrungen – wie die beschriebene Betreuung auf der chirurgischen Station – können auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden. Das hilft, gute Praxis sichtbar zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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