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2024-125

Kein Überblick mehr über verschriebene Medikamente durch E-Rezept

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Fallbeschreibung:

E-Rezept: Wenn Patienten den Überblick verlieren

Bisher habe ich die vom Arzt/ von Ärztin ausgestellten Rezepte meiner Apotheke gemeldet, diese konnte dann nicht vorhandene Medikamente bestellen und hat mich informiert wenn sie da waren.
Jetzt gibt es das elektronische Rezept.

Ich als Patient kann nicht mehr sehen was verschrieben wurde. Da ich kein Smartphone besitze muss ich nun persönlich in die Apotheke gehen und meine Karte vorlegen. Dann sagt man mir, dass die Hälfte der verschriebenen Medikamente erst bestellt werden müssen.

Ich muss dann ein zweites Mal zur Apotheke um die Medikamente abzuholen.
Da es in unserem Ort keine Apotheke mehr gibt, muss ich zwei Orte weiter. Das bedeutet jetzt doppelten Verkehrsweg mit Umweltverschmutzung usw..

Außerdem kann ich nicht mehr kontrollieren, ob nicht falsche Medikamente aufgeschrieben wurden, das merke ich erst, wenn die Apotheke mir das falsche Medikament aushändigen will.
Ich halte daher das elektronische Rezept in seiner jetzigen Form für eine Ausgrenzung und Entmündigung des Patienten.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Dass die Patienten jetzt keine Übersicht mehr über die verschriebenen Medikamente vom Arzt/ von der Ärztin bekommen.

Verbesserungsvorschläge:

Auf Wunsch sollten die verschriebenen Medikamente, auch vom Arzt/ von Ärztin ausgedruckt werden. Und / Oder die Patienten ohne Smartphone sollten die Möglichkeit bekommen Ihre Rezepte über das Internet am PC abzurufen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Die Umstellung auf das elektronische Rezept (E-Rezept) bringt für viele Menschen im Alltag spürbare Veränderungen mit sich – besonders dann, wenn kein Smartphone vorhanden ist oder die nächste Apotheke weit entfernt liegt. Was früher unkompliziert per Papierrezept und telefonischer Absprache mit der Apotheke funktionierte, erfordert nun unter Umständen mehrere Wege und bietet weniger unmittelbare Transparenz darüber, welche Medikamente verschrieben wurden.

Das E-Rezept wird seit 2024 flächendeckend eingesetzt. Es ersetzt das rosa Papierrezept und wird direkt in der Arztpraxis digital ausgestellt. Ohne Smartphone ist der Zugang zu den eigenen Rezeptdaten im Alltag weniger selbstverständlich – das ist eine strukturelle Herausforderung, die viele Patientinnen und Patienten betrifft.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, die den Umgang mit dem E-Rezept erleichtern können – unabhängig davon, ob ein Smartphone vorhanden ist.

  • In vielen Arztpraxen ist es möglich, auf Wunsch einen Papierausdruck des E-Rezepts zu erhalten. Dieser sogenannte Rezeptausdruck enthält alle verschriebenen Medikamente und kann direkt in der Apotheke vorgelegt werden. Möglich wäre zum Beispiel die Nachfrage: „Kann ich bitte einen Ausdruck meiner Rezepte für meine Unterlagen bekommen?“
  • Das Anrufen der Apotheke im Voraus ist weiterhin möglich: Sobald das E-Rezept ausgestellt wurde, kann die Apotheke die Medikamente vorab prüfen und ggf. bestellen – so lässt sich ein zweiter Weg vermeiden. Es ist möglich, die Apotheke zu bitten, sich zu melden, sobald alles vorrätig ist.
  • Wer Zugang zu einem PC oder Laptop hat, kann die elektronische Patientenakte (ePA) nutzen, sobald diese vollständig eingerichtet ist. Dort können Rezepte und Medikamentendaten eingesehen werden. Die eigene Krankenkasse informiert auf Anfrage über den aktuellen Stand und die Zugangsmöglichkeiten.
  • Eine Vertrauensperson – etwa ein Familienmitglied oder eine Nachbarin bzw. ein Nachbar – kann die Apothekengänge bei Bedarf übernehmen oder unterstützen, wenn Wege beschwerlich sind.

Worauf Sie achten können

  • Nach jedem Arztbesuch ist es möglich, einen Ausdruck der verschriebenen Medikamente zu erbitten – das gibt einen Überblick und ermöglicht die eigene Kontrolle.
  • Die Apotheke kann vorab telefonisch kontaktiert werden, um zu klären, ob alle Medikamente vorrätig sind – bevor man den Weg antritt.
  • Bei Unklarheiten darüber, welche Medikamente verschrieben wurden, ist eine Rückfrage direkt in der Arztpraxis möglich – telefonisch oder beim nächsten Besuch.
  • Krankenkassen bieten häufig Beratung zur Nutzung des E-Rezepts und der ePA an – auch für Personen ohne Smartphone. Eine Nachfrage dort ist jederzeit möglich.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie Fragen rund um Ihre Rechte als Patient oder zu Herausforderungen im Versorgungsalltag haben, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und vertraulich zur Verfügung. Weitere Informationen und Berichte aus der Praxis finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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