2024-1118
Keine Überwachung des Wundverlaufs
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Meinem Mann wurde ein Tumor im Darm entfernt, ein permanter Stumor gelegt und der Schließmuskel entfernt. Die Operation war erfolgreich und mein Mann hat diese auch gut überstanden. Ich habe 3x am Tag die Wunde am Po abgewaschen und die sterilen Vorlagen, die Binde und die Inkontinenzhose gewechselt. Die Drainage wurde am 3. Tag gezogen, da ja nur noch Sekret und kein Blut aus der Wunde lief. Am 4. Tag kam Eiter aus der Wunde und ich habe darauf bestanden, dass sich die Wunde endlich mal jemand anschaut. Die Schwestern haben nach Ansicht der Wunde einen Arzt/ eine Ärztin gerufen der/ die die Wunde mit NaCl gespült hat.
Am nächsten Tag wurde dann in der Visite entschieden, dass jetzt jeden Morgen gespült wird und dass ein Knoten der Naht geöffnet wird damit das Wundsekret ablaufen kann. Auf meinen Einwand, dass Wundsekret mit gelbgrünlich wäre und nicht so extrem riechen würde wurde nicht eingegangen. Auch von einer Antibiose wollte man nichts wissen, da sie die besten Erfahrungen gemacht haben wenn man nichts in dieser Richtung macht und die Wunde würde sich von alleine durch die Reibung beim Laufen reinigen.
Ich habe mir zeigen lassen wie man die Wunde mit NaCl-lsg. spült und habe meinen Mann 2 Wochen alle 4 Stunden gespült und gewaschen. Dann kam der Oberarzt/ die Oberärztin aus seinem Urlaub zurück und ein mitbehandelnder Arzt/ eine mitbehandelnde Ärztin hatte meinen Mann zur onkologischen Sprechstunde angemeldet.
Der Oberarzt/ Die Oberärztin wollte sich die Wunde anschauen und auf dem Behandlungstisch ergoss sich ein Schwall aus Eiter über den Tisch und Fußboden. Er/ Sie müsste die komplette Naht öffnen um das Eiter einigermaßen heraus zu spülen. Außerdem ordnete er/ sie ein Ultraschall an um zu sehen wie groß der Herd ist.
Am nächsten Tag wurde mein Mann operiert und es wurde ein Schwamm und eine Vakuumpumpe angelegt. Eine Antibiose hat mein Mann nach 23 Tagen Hölle immer noch nicht bekommen. In den nächsten Tagen wird der Schwamm operativ erneuert und ich hoffe er überlebt das ganze ohne Spätfolgen. Was der Krebs nicht geschafft hat ruiniert jetzt die schlechte Wundbehandlung. Möge Gott uns beistehen.
Wenn ein Angehöriger nach einer schweren Operation in der Klinik liegt, ist die Sorge um seinen Zustand allgegenwärtig – und das Vertrauen in die medizinische Versorgung besonders wichtig. Es kann vorkommen, dass Zeichen einer Wundinfektion (also einer Entzündung im Bereich der operierten Stelle) trotz wiederholter Hinweise von Angehörigen zunächst nicht die erwartete Reaktion auslösen – und sich der Zustand in der Zwischenzeit verschlechtert.
In diesem Fall hat eine Angehörige über Wochen aktiv beobachtet, gepflegt und auf Veränderungen hingewiesen. Trotz ihres beharrlichen Einsatzes wurde eine sich entwickelnde Wundinfektion erst mit erheblicher Verzögerung umfassend behandelt. Dass Bedenken in solchen Situationen nicht immer sofort aufgegriffen werden, ist eine bekannte Herausforderung im klinischen Alltag.
Wer eine nahestehende Person in der Klinik begleitet und Veränderungen beobachtet, kann auf verschiedene Wege zurückgreifen, um Bedenken Gehör zu verschaffen.
Wer eine ähnliche Situation erlebt hat oder sich über Rechte als Angehörige oder Angehöriger informieren möchte, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Weitere Informationen und die Möglichkeit, Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – denn jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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