2024-1469
Physiotherapeut fand die richtige Diagnose
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Wegen Schmerzen im Hüftgelenk ging ich zum Orthopäden. Ich wurde geröntgt. Auf dem Bild war zu erkennen, dass eine Hüfseite blasser war, als die Andere. Mir wurde erklärt, dass eine Seite einfach stärker belastet ist als die Andere. Außerdem sei da noch eine leichte Skoliose. Aber ich solle mich nicht so anstellen- es gebe wirklich viel schlimmere Fälle. Das war’s!
Ich versuchte „mich nicht so anzustellen“.
Schließlich versuchte ich es bei weiteren Orthopäden weil es schlechter wurde. Dem Dritten erzählte ich auch von dem Röntgenbild. Darauf wurde ein Beinlängenunterschied diagnostiziert. Ich bekam ein Rezept für Schuherhöhung. Anfangs war das toll. Aber bald schon fühlte ich mich damit einfach noch verkehrter. Nach einer längeren Pause versuchte ich es aber wegen wachsender Beschwerden doch noch bei einem anderen Orthopäden.
Da bekam ich ein Rezept für Physiotherapie. Der Physiotherapeut schaute sich ganz genau an, wie ich vor ihm Stand. Dabei fand er die Lösung:
Ich habe gleich lange Beine. Aber im Stress hatte ich mir unbewusst eine schiefe Hüfthaltung angewöhnt. Bänder hatten sich bereits angepasst. Er beriet mich, wie ich täglich mein Körperbewusstsein wahre, und mich dehne bzw. im Spiegel nach meiner Haltung schaue. Das war die Lösung.
Diese Erfahrung zeigt, wie entscheidend eine sorgfältige, individuelle Betrachtung sein kann – und wie viel ein einziger aufmerksamer Blick bewirken kann. Nach einem langen Weg mit mehreren Arztterminen und einer zunächst unpassenden Behandlung war es schließlich ein Physiotherapeut (ein Fachmann für Bewegung, Haltung und Muskulatur), der die eigentliche Ursache erkannte: keine ungleich langen Beine, sondern eine unbewusst angewöhnte Schonhaltung, die sich im Körper bereits festgesetzt hatte. Was besonders gut funktioniert hat: Der Physiotherapeut betrachtete die Patientin als ganze Person – er beobachtete genau, wie sie stand und sich bewegte, anstatt sich ausschließlich auf frühere Befunde zu stützen. Außerdem gab er ihr konkretes Handwerkszeug für den Alltag mit, damit sie ihre Körperwahrnehmung eigenständig schulen und langfristig von der Behandlung profitieren konnte.
Wer mit anhaltenden Beschwerden einen neuen Termin vereinbart, kann im Vorfeld einige Dinge tun, die dabei helfen, eine möglichst genaue Einschätzung zu bekommen.
Positive Verläufe wie dieser sind wertvolle Hinweise darauf, was in der Versorgung gut funktioniert – und wie andere Patient:innen davon profitieren können. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und so dazu beitragen, dass gute Praxis sichtbar wird.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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