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2024-1199

Sturz in der Reha Klinik

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Fallbeschreibung:

Sturz in der Reha: Fehlende Kontrolle und Hilfsmittel

Im Sommer 23 habe ich mir bei einem Sturz den Oberschenkelhals gebrochen.
Der Bruch wurde Ende 23 zwei Mal zur Kontrolle ob der Heilung geröntgt. Heilungsfortschritte wurden bestätigt und damit sollte ich Rehafähig sein.

Ich startete die Reha und ich lief mit meinem Rollator selbständig zum Taxi, um damit in die Geriatrischen Klinik gebracht zu werden.

Dort wurde festgestellt, dass der Bruch nicht zusammen gewachsen wäre.
Ich wollte dort von meinem Zimmer auf den Balkon.
Die dortige Türschwelle ist mit einer kleinen provisorischen Rampe zu überqueren, über die ich stolperte und auf Gesäß und Rücken gefallen bin.

Obwohl meine Tochter dann die behandelnden Ärzte schriftlich bat, nach diesem Sturz, die Bruchstelle nochmals zur Kontrolle zu röntgen, geschah nichts! Seit dem Sturz habe ich noch mehr Schmerzen und wurde per Liegendtransport von der Klinik nach Hause zurück gebracht.

Die beiden Hilfsmittel, Rollator und Rollstuhl wurden mir nicht mit gegeben und ich meiner häuslichen Situation einfach ohne diese Hilfsmittel überlassen. Diese Erfahrung veranlasst mich nun zur Beschwerde.

Gut gelaufen:

Zur Behandlung wurde ich in meinem Rollstuhl gebracht.

Schlecht gelaufen:

Die provisorischen Rampe, über die ich gestürzt bin!

Verbesserungsvorschläge:

Keine provisorischen Rampen Schwelle.

Weitere Infos:

Nein.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Sturz mit Verletzungsfolge ist für alle Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis – besonders dann, wenn er in einer Einrichtung geschieht, in der man sich eigentlich in Sicherheit wähnt. Dass nach einem solchen Ereignis Unsicherheit und Schmerz zurückbleiben und notwendige Schritte wie eine erneute Röntgenkontrolle ausbleiben, kann das Vertrauen in die Versorgung erheblich erschüttern.

Stolperfallen durch provisorische Übergangslösungen – etwa behelfsmäßige Schwellenrampen – können gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder noch nicht abgeschlossener Knochenbruchheilung ein erhebliches Risiko darstellen. Hinzu kommt: Nicht immer gelingt der Übergang vom Krankenhaus oder der Rehaeinrichtung nach Hause reibungslos – etwa wenn benötigte Hilfsmittel wie Rollator oder Rollstuhl nicht mitgegeben werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Sie oder Angehörige sich in einer vergleichbaren Lage befinden, gibt es einige Möglichkeiten, die zur eigenen Sicherheit beitragen können.

  • Stolperfallen ansprechen: Wer in einer Einrichtung Hindernisse wie Schwellen, Rampen oder ungesicherte Übergänge bemerkt, kann diese direkt beim Pflegepersonal oder der Stationsleitung ansprechen – zum Beispiel: „Ich habe Bedenken wegen der Türschwelle auf dem Balkon. Gibt es eine sicherere Lösung für mich?“
  • Nach einem Sturz eine Untersuchung einfordern: Nach einem Sturz – insbesondere bei vorbestehenden Knochenbrüchen oder verstärkten Schmerzen – ist es möglich, ausdrücklich nach einer ärztlichen Kontrolle zu fragen. Angehörige können diese Bitte auch schriftlich und mit Datum festhalten, um den Wunsch zu dokumentieren.
  • Hilfsmittel vor der Entlassung klären: Vor der Rückkehr nach Hause lässt sich gezielt nachfragen, welche Hilfsmittel für die häusliche Versorgung benötigt werden und wie deren Mitgabe oder Lieferung organisiert ist – zum Beispiel: „Ich bin auf meinen Rollator angewiesen. Wie wird sichergestellt, dass er bei meiner Entlassung dabei ist?“
  • Entlassungsplanung gemeinsam besprechen: Es ist möglich, frühzeitig – idealerweise bereits einige Tage vor der geplanten Entlassung – ein Gespräch zur Entlassungsplanung (also der Vorbereitung der Rückkehr nach Hause) zu erbitten. Dabei können offene Fragen zur häuslichen Situation, zu notwendigen Hilfsmitteln und zur weiteren Behandlung besprochen werden.

Worauf Sie achten können

  • Sind in Ihrem Zimmer und in zugänglichen Bereichen der Einrichtung Stolperfallen wie Schwellen, lose Teppiche oder ungesicherte Übergänge vorhanden – und wurde das Pflegepersonal darüber informiert?
  • Wurde nach einem Sturz eine ärztliche Untersuchung durchgeführt, und sind etwaige Wünsche nach einer weiterführenden Diagnostik (z. B. Röntgen) dokumentiert worden?
  • Sind alle benötigten Hilfsmittel für die Rückkehr nach Hause rechtzeitig organisiert und für die Entlassung eingeplant?
  • Gibt es eine Begleitperson oder Angehörige, die bei der Entlassung anwesend sein und bei der Übergabe unterstützen können?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie nach einem Aufenthalt in einer Reha- oder Klinikeinrichtung das Gefühl haben, dass Ihre Anliegen nicht ausreichend gehört wurden, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos zur Verfügung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass ähnliche Situationen künftig besser erkannt und verhindert werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Rehaeinrichtung, stationär
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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