2024-1490
Postoperativer Sturz vom OP-Tisch
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Auf dem Weg in den Urlaub mit dem Reisebus fiel meine Mutter (85 jährig) beim Aussteigen die letzte Stufe aus dem Bus, verlor das Gleichgewicht, prallte gegen den gegenüber stehenden Kleinbus, knallte mit dem Rücken dagegen, sackte zusammen, landete auf dem Po und zog sich einen doppelten Steißbeinbruch zu.
Der RTW war sehr schnell vor Ort und brachte sie ins KH.
Die OP erfolgte einge Tage später.
Nach erfolgreicher OP und Einbringung zweier Schrauben im Steißbein kam es erneut zu einem Unfall. Die Ärztin/ der Arzt eröffnete meiner Mutter, daß sie vom OP-Tisch gefallen ist.
…
Sie ist vom Optisch auf den Betonboden gefallen, Gehirnerschütterung, Prellungen und Platzwunden am Hinterkopf, die geklammert wurden.
Bei dem Sturz haben sich die Schrauben gelockert und es muss nochmals operiert werden.
In meinem Gespräch mit der Ärztin/ dem Arzt wurde mir [dem Angehörigen] eröffnet, dass keiner vom Personal nach der OP auf sie geachtet hätte und da sei sie vom OP-Tisch gefallen. Zugegeben wurde ein eklatant grob fahrlässiger Behandlungsfehler, weil sie während der OP nicht mit Gurten am OP-TISCH befestigt wurde. Dieser Umstand n Zusammenhang mit der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht von 3 verantwortlich Personen im OP führten zu dieser Tragödie.
Eine sofortiges Ganzkörper-CT lieferte keine weiteren inneren Verletzungen. Bisher!
Schäden am Körper durch Prellungen, offene Wunden am Kopf, Gehirnerschütterung, seelische Schmerzen durch Fallängste.
Dieser Fall beschreibt ein schweres Ereignis, das eine ältere Patientin nach einer bereits erfolgreichen Operation zusätzlich belastet hat – körperlich wie seelisch. Für Angehörige, die eine solche Nachricht erhalten, ist das eine außerordentlich belastende Situation.
Während und unmittelbar nach einer Operation befinden sich Patient:innen in einer Phase vollständiger Abhängigkeit vom medizinischen Team – sie sind nicht ansprechbar, nicht handlungsfähig und auf die Fürsorge und Aufmerksamkeit des Personals angewiesen. In einer Situation wie dieser gab es für die Betroffene keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Wer eine solche Erfahrung gemacht hat oder Fragen zu Patientenrechten hat, kann sich jederzeit an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es zudem möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung für andere beizutragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team