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2024-1435

Fehlende Kommunikarion und Mobilisation

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Fallbeschreibung:

Fehlende Mobilisation nach Sprunggelenk-OP: CIRS-Fall

Nach Op Sprunggelenk mit Platte, Schrauben und Gelenkschraube nicht eine einzige Krankengymnastik, kein Laufen mit Krücken oder Gehbock geübt.
Kein Arztgespräch, in dem Entlassungsbericht ist angeblich die Mobilisierung erfolgt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation am Sprunggelenk – also ein Eingriff, bei dem Knochen mit Platten und Schrauben stabilisiert werden – ist für Betroffene eine belastende Erfahrung. Umso wichtiger ist es, dass der Heilungsprozess danach gut begleitet wird. In manchen Fällen berichten Patient:innen, dass angekündigte oder medizinisch sinnvolle Maßnahmen wie Krankengymnastik (Bewegungsübungen mit physiotherapeutischer Begleitung) oder das Einüben des Gehens mit Hilfsmitteln nicht stattgefunden haben – obwohl sie im Entlassungsbericht als erfolgt vermerkt sind.

Solche Abweichungen zwischen dem, was Betroffene erlebt haben, und dem, was dokumentiert wurde, können verunsichern. Für ältere Patient:innen ist frühzeitige Mobilisation – also das schrittweise Wiedereinüben von Bewegung und Belastung – besonders bedeutsam für den weiteren Heilungsverlauf.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Patient:innen und Angehörige aktiv dazu beitragen können, dass wichtige Maßnahmen nicht im Alltag einer Station untergehen.

  • Geplante Maßnahmen erfragen: Es ist möglich, direkt nach der Operation beim Pflegepersonal oder der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt nachzufragen, welche Schritte zur Mobilisation geplant sind – zum Beispiel: „Wann findet die erste Physiotherapie statt, und wer kommt auf mich zu?“
  • Ausbleibende Maßnahmen ansprechen: Wenn eine angekündigte Behandlung nicht stattfindet, kann man nachfragen – ohne dass dafür ein besonderer Anlass nötig wäre. Eine mögliche Formulierung: „Ich warte noch auf die Krankengymnastik – können Sie mir sagen, wann das geplant ist?“
  • Angehörige einbeziehen: Gerade nach Operationen, wenn Erschöpfung oder Schmerzmittel das Nachfragen erschweren, kann es hilfreich sein, wenn eine Begleitperson gezielt nach dem Behandlungsplan fragt und gegebenenfalls erinnert.
  • Entlassungsbericht gemeinsam besprechen: Vor der Entlassung ist es möglich, um ein kurzes Gespräch zu bitten, in dem erläutert wird, was im Bericht steht – und ob das mit den eigenen Erfahrungen übereinstimmt.

Worauf Sie achten können

  • Wurde Ihnen nach der Operation erklärt, welche Schritte zur Mobilisation vorgesehen sind und wer dafür zuständig ist?
  • Hatten Sie vor der Entlassung die Möglichkeit, das Gehen mit Krücken oder einem Gehbock zu üben?
  • Wurde Ihnen der Entlassungsbericht erklärt – und konnten Sie nachfragen, wenn etwas unklar war?
  • Gibt es nach der Entlassung eine klare Nachsorge, zum Beispiel ambulante Physiotherapie oder einen zeitnahen Kontrolltermin?

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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