2025-056
Mangelnde Untersuchung bzw. Allergietestung
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Ich war mit meinem Sohn aufgrund eines Angioödems im Stirn/Nasen/Augenliderbereich, welches letzten Sommer als Reaktion auf multiple Insektenstiche am ganzen Körper entstand, in einem Klinikum in der Abteilung Klinik für Dermatologie.
Wir haben auf den Termin der Abklärung, woher dieses Ödem kam, seit Ende 2024 gewartet.
Morgens sollten wir uns in der zentralen Patientenaufnahme anmelden. 15 Minuten später wurden wir auch schon mit den notwendigen Papieren zur Station weitergeleitet. 30 Minuten später waren wir dran.
Die Ärztin fragte uns nach dem Grund der Untersuchung, sprach alles in ihr Diktiergerät. Wir wissen nicht, ob sich das Ödem auf Grund der Vielzahl von Insektenstichen oder als Reaktion auf den Konsum von Takichips am Vorabend zurückführen lässt.
Die Ärztin meinte dazu, dann müsste man auf die Chips verzichten und ansonsten sollten wir uns ein Notfallset verschreiben lassen. Das würde der Hausarzt machen. Ohne weitere Testungen wurden wir mit dem Arztbrief wieder entlassen.
Wenn Eltern ihr Kind zur Abklärung einer ernsthaften allergischen Reaktion – wie einem Angioödem (einer plötzlichen Schwellung unter der Haut, etwa im Gesicht) – in eine Fachklinik begleiten, verbinden sie damit oft die Hoffnung auf Klarheit und Sicherheit. Es kann belastend sein, wenn dieser Termin – trotz langer Wartezeit und erheblichem organisatorischen Aufwand – ohne die erwarteten Untersuchungen endet und die Ursache weiterhin ungeklärt bleibt.
In manchen Fällen stützen sich Fachärztinnen und Fachärzte bei einem Termin auf bereits vorhandene Befunde und sehen von weiteren Untersuchungen ab – zum Beispiel, wenn sie die vorliegenden Informationen als ausreichend einstufen. Für Betroffene ist dieser Entscheidungsprozess nicht immer nachvollziehbar, insbesondere dann, wenn die Überweisung ausdrücklich auf eine weiterführende Diagnostik ausgerichtet war.
Für künftige Facharztttermine mit einem Kind – besonders bei ungeklärten allergischen Reaktionen – können folgende Punkte hilfreich sein:
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall zeigt: Unzuverlässige Augeninnendruckmessung per Luftstoß führte zu Fehldiagnose Glaukom. Was Betroffene wissen sollten.
Fall lesen →Eine Patientin wurde trotz Überweisung zum Röntgen ohne Untersuchung entlassen. Dieser CIRS-Fall zeigt, was bei der Kommunikation schiefläuft.
Fall lesen →Eine Patientin schildert, wie ein Scheidenpilz nicht erkannt wurde und sie abgelaufene Salbenproben erhielt. Was dieser Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Wochen ohne Diagnose, ein Hb-Wert von 4,5 und fehlende Therapie: Dieser CIRS-Fall zeigt, wie Kommunikationslücken Patienten gefährden.
Fall lesen →Wiederkehrender Durchfall, Verdacht auf Blinddarmentzündung – doch eine einfache Stuhlprobe fehlte. Was dieser CIRS-Fall über Diagnoselücken zeigt.
Fall lesen →Krebspatient erhält kein PET-CT erstattet – trotz ärztlichem Gutachten und Tumorboard-Entscheidung. Ein Fall über Lücken im Leistungsrecht.
Fall lesen →Starke Nachtschmerzen, untypischer Ausschlag – eine Gürtelrose blieb 15 Tage unerkannt. Lesen Sie, wie ein seltener Verlauf die Diagnose erschwerte.
Fall lesen →Wochenlang Husten und Atemnot – die Lungenentzündung wurde fast zu spät erkannt. Ein CIRS-Fall zeigt, wie wichtig frühzeitige Diagnose ist.
Fall lesen →Vier Arztbesuche ohne Röntgen, starke Schmerzen ignoriert – erst beim Arztwechsel wurde eine dreifache Beckenringfraktur entdeckt. Ein CIRS-Fall über verzögerte Diagnostik.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team