2024-205
Gürtelrose – A-typischer Verlauf – Späte Diagnose
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Ich berichte Tage- bzw. Nachtweise bzgl. dem untypischen Verlauf meiner Erkrankung an Gürtelrose:
Tag 1 :
Juckreiz am Körper (Brust , Bauch und Rücken)
Nacht 2 – 4:
Starke Bauchschmerzen mittig in Bauchnabelhöhe. Andauernder sehr starker Spannungsschmerz. Schmerz kann nur durch andauerndes Gehen vermindert werden. Tagsüber sind keine Schmerzen vorhanden.
Tag 4:
Ausschlag (Brust , Bauch und Rücken).
Rote Punkte kleiner als Stecknadelköpfe. Nicht gefüllt. Im Laufe der nächsten 14 Tage ganz kleine Verkrustungen.
Nacht 5 – 14:
Nächtliche sehr starke Schmerzen dauern unverändert an.
Tag 15:
Diagnose- Gürtelrose
In der Nacht 6 notfallmäßig ein Krankenhaus aufgesucht. Novalgin Infusion hat keine Wirkung gezeigt. Eine Opiatinfusion schaffte kurzzeitige Schmerzfreiheit.
Das Hinzuziehen einer Neurologin wurde veranlasst. Aufgrund des untypischen Ausschlages wurde Gürtelrose ausgeschlossen. Sonographie brachte auch kein Ergebnis. Entzündungen im Blut konnten nicht festgestellt werden.
Somit wurde ich nach Hause entlassen.
In der Nacht 6 erneut das selbe Krankenhaus aufgesucht. Für 2 Nächte stationär aufgenommen. In der Nacht wurden erneut Opiatinfusionen verabreicht.
Anschließend wurde ich wieder entlassen, mit der Begründung, mir leider nicht helfen zu können.
Mein Hausarzt überwies mich daraufhin in ein anderes Krankenhaus. Auch hier erwähnte ich meine Vermutung auf Gürtelrose. Doch auch hier wurde dies ausgeschlossen aufgrund des untypischen Ausschlags. Weitere Untersuchungen standen an.
Blutuntersuchung
Sonographie
CT-Abdomen
MRT-Thorax + Abdomen
Magen- Darmspiegelung
Zu guter letzt wurde über eine spezielle Blutuntersuchung die Diagnose Gürtelrose gefunden.
Somit konnte ab dem Tage 15 mit der Medikation begonnen werden.
Ab der Nacht 17 waren keine nächtlichen Schmerzen mehr vorhanden.
Starke Schmerzen, die sich über Nächte hinziehen, ohne dass eine klare Ursache gefunden wird – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Gürtelrose (medizinisch: Herpes zoster) verläuft nicht immer so, wie sie in Lehrbüchern beschrieben wird: Der typische Hautausschlag mit gefüllten Bläschen kann fehlen, sehr schwach ausgeprägt sein oder erst verzögert auftreten – was die Diagnose erheblich erschwert.
In diesem Fall äußerte die betroffene Person selbst frühzeitig den Verdacht auf Gürtelrose. Da der Ausschlag jedoch untypisch war, wurde diese Möglichkeit zunächst in mehreren Einrichtungen ausgeschlossen. Erst eine spezielle Blutuntersuchung auf Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus (den Erreger der Gürtelrose) führte zur Diagnose – und damit zur gezielten Behandlung.
Wer eine Vermutung zur eigenen Erkrankung hat, kann diese aktiv und wiederholt einbringen – auch wenn sie zunächst nicht bestätigt wird.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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