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2024-920

Probleme mit dem re. Schultergelenk

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Fallbeschreibung:

Schultergelenk: Sehnenriss – Physiotherapie statt OP

Vor einem Jahr hatte ich angeblich 2 Sehnenrisse am rechten Schultergelenk und dadurch starke Schmerzen. Auf Empfehlung meiner Orthopädin/ meines Orthopäden habe ich Krankengymnastik anstatt einer OP gewählt.

Nach 3 x 5 Behandlungen durch die/ den Physiotherapeutin/Physiotherapeuten waren meine Schmerzen verschwunden und ich konnte den Arm wieder problemlos bewegen.
Jetzt habe ich wieder starke Schmerzen und kann nachts auf keiner Schulter liegen.

Gut gelaufen:

Die oben erwähnte Krankengymnastik, die so gut war, dass ich meinen Arm wieder normal bewegen und nachts problemlos auf den Schultern liegen konnte. Ich würde das immer einer OP vorziehen.

Schlecht gelaufen:

Bei meinen jetzt wieder auftretenden Schmerzen meint meine Orthopädin/ mein Orthopäde, ich solle morgens und abends je eine Ibuprofen 600 einnehmen. Die bringen aber absolut nichts! Eine Krankengymnastik bräuchte sie/ er nicht zu verschreiben, denn die würde keinen Erfolg haben.

Verbesserungsvorschläge:

Man hätte das Gelenk auch nochmal röntgen oder im CT bzw. MRT prüfen können.

Weitere Infos:

Nach langem Drängen habe ich ein Rezept für KG bekommen. Nach der ersten Sitzung hatte ich nachts starke Schmerzen, aber in der zweiten Nacht konnte ich auf beiden Schultern liegen. Ich verstehe nicht, warum ich in solch einem Fall meine Orthopädin/ meinen Orthopäden anbetteln muss, mir KG zu verschreiben.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn Schmerzen, die einmal erfolgreich behandelt wurden, nach einiger Zeit zurückkehren, ist das eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Es kann vorkommen, dass eine Behandlung, die beim ersten Mal geholfen hat, beim erneuten Auftreten ähnlicher Beschwerden zunächst nicht als erste Option in Betracht gezogen wird. Solche Situationen entstehen nicht aus mangelnder Sorgfalt, sondern können verschiedene fachliche oder organisatorische Gründe haben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, dass eine früher erfolgreiche Behandlung nicht mehr angeboten wird, kann das Gespräch aktiv suchen und eigene Erfahrungen einbringen.

  • Frühere Behandlungserfolge ansprechen: Es ist möglich, die Ärztin oder den Arzt gezielt auf eine frühere Therapie hinzuweisen, die geholfen hat. Eine Formulierung wie „Vor einem Jahr hat mir Krankengymnastik bei denselben Beschwerden sehr gut geholfen – könnte das auch jetzt wieder eine Option sein?“ kann helfen, diese Erfahrung in die Entscheidung einzubeziehen.
  • Nach diagnostischen Möglichkeiten fragen: Wenn Schmerzen trotz Behandlung anhalten, ist es möglich, nach weiterführenden Untersuchungen zu fragen – etwa einer Röntgenaufnahme, einem CT (Computertomografie, Schnittbildverfahren mit Röntgenstrahlen) oder einem MRT (Magnetresonanztomografie, Schnittbildverfahren ohne Strahlen). Eine mögliche Frage: „Wäre es sinnvoll, das Gelenk noch einmal bildgebend zu untersuchen, um den aktuellen Befund zu beurteilen?“
  • Wirkung von Medikamenten rückmelden: Wenn ein verschriebenes Medikament keine spürbare Wirkung zeigt, kann das der Ärztin oder dem Arzt direkt mitgeteilt werden. Diese Rückmeldung ist ein wichtiger Teil der Behandlung und kann zu einer Anpassung der Therapie führen.
  • Eine zweite Meinung einholen: Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheit über den empfohlenen Behandlungsweg ist es jederzeit möglich, eine andere orthopädische Praxis um eine zweite Einschätzung zu bitten.

Worauf Sie achten können

  • Frühere Behandlungen und deren Erfolge – auch über längere Zeiträume – können schriftlich festgehalten werden, etwa in einem persönlichen Gesundheitstagebuch oder in der Patientenakte.
  • Wenn eine Behandlung ohne ausführliche Begründung abgelehnt wird, ist es möglich, nach den Gründen zu fragen und diese erläutern zu lassen.
  • Hält die Ärztin oder der Arzt an einer Therapie fest, die keine Wirkung zeigt, kann ein Folgetermin gezielt zur Neubewertung der Situation genutzt werden.
  • Eine Begleitperson beim Arztgespräch kann helfen, Informationen besser aufzunehmen und eigene Anliegen zu formulieren – besonders wenn man sich in der Situation unter Druck fühlt.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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