2024-771
schlechte Versorgung durch das Pflegepersonal
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Meine Mutter wurde im Krankenhaus in einem 2-Bettzimmer versorgt. Ich habe sie täglich besucht und Versorgung, die durch das Pflegepersonal nicht übernommen wurde, übernommen. Die Bettnachbarin wurde am Vorabend eingeliefert. Bei meinem Besuch wurde das Mittagstablett gerade abgeräumt, von der Bettnachbarin unberührt. Die Frage des Personals war: Sind Sie fertig? Antwort: Ja. Meine Mutter berichtete, dass die Frau seit dem Vorabend nicht gegessen und getrunken hätte, alle Mahlzeiten abgeräumt würden. Ich hielt der Frau das Getränk an den Mund und forderte sie auf zu trinken. Sie wollte erst nicht, tat es aber doch. Sie trank in meinem Beisein über den Nachmittag mehrere Becher Wasser und ein Mini-Tetrapack Saft. Das Personal darauf angesprochen, entgegnete, die Frau hätte gesagt, sie sei fertig.
Es war einer der sehr heißen Sommertage.
Ich habe die Patientin täglich mit Getränken versorgt, es war unproblematisch und benötigte nur wenig Zeit.
Wenn ein Mensch mit Demenz (einer Erkrankung, bei der Gedächtnis und Orientierung zunehmend beeinträchtigt sind) im Krankenhaus versorgt wird, kann es vorkommen, dass seine Signale und Äußerungen missverstanden oder nicht ausreichend ernst genommen werden. Das ist eine belastende Erfahrung – sowohl für die betroffene Person als auch für Menschen, die diese Situation als Besuchende miterleben.
Kurze Antworten wie „Ich bin fertig“ lassen sich bei Menschen mit Demenz nicht immer so verstehen wie bei Personen ohne kognitive Einschränkungen. Gleichzeitig ist Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) gerade an heißen Tagen ein ernstes Risiko, das schnell übersehen werden kann, wenn keine systematische Kontrolle stattfindet.
Begleitpersonen können in solchen Situationen eine wichtige Rolle übernehmen – wenn sie möchten und es ihre Kapazitäten erlauben.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger Situationen wie diese erlebt haben und Unterstützung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos zur Verfügung – erreichbar unter 0800 011 77 22 (Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Ihre Erfahrungen können außerdem dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern – über das Meldeportal auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
CIRS-Fall: Demenzkranke in einem Altenheim erhalten nicht ausreichend Wasser, Nahrung und Medikamente. Was das bedeutet und wie Risiken erkannt werden.
Fall lesen →Ein Patient sollte täglich 2 Liter trinken – doch Wasser fehlte oft stundenlang. Was dieser CIRS-Fall über Versorgungslücken zeigt.
Fall lesen →Ein Patient wurde trotz Schluckbeschwerden eine Woche nicht ausreichend versorgt und stark dehydriert entlassen. Was dieser Fall über Kommunikation und Grundversorgung lehrt.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team