2025-221
falsches Narkosemittel bei bestehender Dystonie
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Bei einer bestehenden Dystonie wurde u.a. Propofol zur Narkose bei einer Brust OP gegeben. Von Anfang an wurde auf die bestehende Erkrankung hingewiesen und diese auch von den beteiligten Ärzten (OP, Anästhesie) notiert.
2 Tage nach OP kam es zu einem heftigen Schub, der sich in den folgenden 2 Wochen auf ca 1/2,1/3 verringerte, dieser Zustand ist nun aber geblieben.
Eine Operation mit einer vorbestehenden Erkrankung zu meistern, erfordert viel Vertrauen – und das Gefühl, dass alle Beteiligten die eigene Krankengeschichte kennen und berücksichtigen. Es ist belastend und verständlicherweise schmerzhaft, wenn trotz deutlicher Hinweise auf eine bestehende Erkrankung im Nachhinein der Eindruck entsteht, dass diese bei der Planung der Narkose nicht ausreichend einbezogen wurde.
Eine Dystonie ist eine neurologische Erkrankung, bei der es zu unwillkürlichen Muskelkrämpfen und -verspannungen kommt. Bestimmte Medikamente – darunter auch manche Narkosemittel wie Propofol – können bei Menschen mit Dystonie einen sogenannten Schub auslösen oder verstärken, also eine vorübergehende oder anhaltende Verschlechterung der Symptome. Dass Informationen zwar dokumentiert, aber bei der konkreten Narkoseplanung möglicherweise nicht vollständig umgesetzt werden, ist ein bekanntes Sicherheitsproblem in der Behandlungspraxis.
Wer mit einer neurologischen Erkrankung eine Operation plant, kann aktiv dazu beitragen, dass die eigenen Bedürfnisse sichtbar bleiben – von der ersten Planung bis in den Operationssaal.
Wer das Gefühl hat, dass im Zuge einer Behandlung etwas nicht stimmig war, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich. Erfahrungen wie diese lassen sich außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und helfen so dabei, die Versorgung für andere Menschen mit ähnlichen Erkrankungen sicherer zu machen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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