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2024-305

falsche Medikation und mangelnde Mobilisierung führte zu Tod durch eintretende Lungenentzündung

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Fallbeschreibung:

Postoperative Pneumonie nach HWS-OP: Risiken erkennen

Mein Vater (Anfang 80) wurde wg einer Stenose des Spinal-Kanals an der Halswirbelsäule operiert. Die OP verlief gut und die Erholung zunächst auch. Wohl ab dem 4. Tag im KrHs. entwickelte sich eine Lungenentzündung mit gleichzeitigem schwerem Atmen / Atemnot. Es fiel erst spät auf, dass die Sauerstoffsättigung im Blut unter 80% gefallen war. Nach meinem Eindruck war er postoperativ zu stark sediert (Morphin), so dass das Atmen wie auch weitere Körperfunktionen zu sehr reduziert wurden. Dadurch lief die Lunge voll und das Atemvolumen fiel weiter ab. Erst am 5. Tag abends wurde, zu spät, mit einem Sekretsauger die Lunge bzw. die Bronchen befreit, was kurzeitig einen Anstieg der Lebensgeister von nur noch 10-15% auf wieder 80% bewirkte. Aber sowohl zuvor wie auch dann unterblieb eine Verlegung auf die Intensivstation zur genaueren Beobachtung. Am nächsten Morgen (6. Tag im KrHs.) wurde ich morgens angerufen, dass er nicht mehr ansprechbar wäre. Als ich 20 Minuten später im KrHs. eintraf war mein Vater soeben gestorben. Seine Lunge wird über Nacht wieder vollgelaufen, was niemand erneut kontrolliert oder erneut abgesogen hat, und er dann jämmerlich erstickt sein. Mein Vater war bis zu Schluß ein sportlicher Mensch, sein Leben lang Segler und ich war wenige Wochen vor seinem Tod mit ihm noch Fahrrad gefahren. Altergerecht also fit über Durchschnitt.

Gut gelaufen:

besonders gut kann ich nicht sagen, aber die OP schien gut verlaufen zu sein, so kam es auch in den 3 Folgetagen zunächst zu einer Besserung.

Schlecht gelaufen:

schlecht gelaufen ist, – dass die Sedierung, die Medikation für ihn meiner Meinung nach zu stark war, er war zu stark sediert und so wurden zuviele Körperfunktionen zu stark reduziert (Atmung, Empfindung, …). – dass die beginnende Lungenentzündung und die zu geringe Sauerstoffsättigung zu spät erkannt wurden, dabei wäre diese mit einem einfachsten Pulsoximeter sofort feststellbar gewesen. – dass das sich in der Lunge gebildete Sekret viel zu spät und dann nur einmalig abgesaugt wurde, das war zu spät, so ist mein Vater im Endeffekt wohl erstickt. – keine Verlegung auf die Intensivstation stattgefunden hat. – es wurde zu wenig auf die Atmung, die Sauerstoffsättigung und eine Mobilisierung geachtet.

Verbesserungsvorschläge:

die oben genannten Punkte hätten sich alle auf einfachem Wege und mit wenig Aufwand besser machen lassen können. Irgendein Arzt muss das Schmerzmittel angeordnet haben, dieses war für meinen Vater wohl zu stark und er wurde zu stark sediert., mit ein Grund für das Entstehen einer Lungenentzündung. Es sollte unbedingt verhindert werden, dass ein Mensch wegen einer orthopädischen Sache ins KrHs. kommt (Stenose Spinal-Kanal), dies gut operiert wird und er auf dem Wege der Besserung ist, und die Person dann am 6. Tag an einer im KrHs. erworbenen Lungenentzündug stirbt. SOWAS DARF EINFACH NICHT SEIN.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Den Verlust eines Vaters unter solchen Umständen zu erleben ist tief erschütternd – besonders dann, wenn er kurz zuvor noch so aktiv und lebensfroh war. Fälle wie dieser zeigen, dass schwerwiegende Komplikationen nach einer Operation manchmal nicht rechtzeitig erkannt werden, obwohl der erste Heilungsverlauf vielversprechend war.

Eine im Krankenhaus erworbene Lungenentzündung (auch nosokomiale Pneumonie genannt) ist eine bekannte postoperative Komplikation – besonders bei älteren Patient:innen und nach Eingriffen, bei denen Schmerzmittel wie Morphin (Opioide) eingesetzt werden. Diese Mittel können neben der Schmerzlinderung auch die Atemtiefe und den Hustenreflex reduzieren, was das Abhusten von Sekret erschwert. Eine frühzeitige Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut – sie gibt an, wie gut das Blut mit Sauerstoff versorgt ist – sowie eine rechtzeitige Mobilisierung (Aufstehen und Bewegen nach der Operation) können das Risiko einer solchen Komplikation senken. Für Angehörige ist es in einer solchen Situation oft sehr schwer, von außen einzuschätzen, was medizinisch notwendig wäre – das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Angehörige sind häufig diejenigen, die Veränderungen im Zustand eines Patienten früh bemerken. Es kann helfen, diese Beobachtungen aktiv anzusprechen.

  • Veränderungen benennen und nachfragen: Wenn eine nahestehende Person nach der Operation ungewöhnlich schläfrig, schwer weckbar oder unruhig wirkt, ist es möglich, das Pflegepersonal oder die behandelnden Ärzt:innen direkt darauf anzusprechen – zum Beispiel: „Mir fällt auf, dass mein Vater heute viel schwerer zu wecken ist als gestern – kann das jemand einschätzen?“
  • Gezielt nach Überwachungsmaßnahmen fragen: Angehörige können erfragen, wie häufig Vitalwerte wie Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz und Puls gemessen werden – und ob dies in der vorliegenden Situation dem Risikoprofil entspricht.
  • Das Thema Mobilisierung ansprechen: Frühzeitiges Aufstehen nach einer Operation ist ein anerkannter Schutzfaktor gegen Lungenentzündung. Es ist möglich, beim Team nachzufragen, ob und wann eine Mobilisierung geplant ist – und ob dabei Unterstützung benötigt wird.
  • Eine zweite Einschätzung einfordern: Wenn Sorgen nicht ausreichend gehört werden, ist es möglich, um ein Gespräch mit einer Oberärztin oder einem Oberarzt zu bitten oder den Patientenfürsprecher des Krankenhauses (eine unabhängige Ansprechperson im Haus) einzuschalten.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Vertrauensperson benennen, die im Krankenhaus als feste Ansprechperson auftritt und im Notfall auch medizinische Entscheidungen mitbegleiten kann – dafür empfiehlt sich eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, die im Voraus erstellt wird.
  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich, das Gespräch mit dem Behandlungsteam zu suchen und gezielt nach dem Schmerzmanagement sowie der geplanten Nachsorge zu fragen – etwa: „Wie werden Schmerzmittel dosiert, und wie wird dabei auf meine Atmung geachtet?“
  • Eine Notfallkarte oder ein Informationsblatt mit Vorerkrankungen, aktuellen Medikamenten und Kontaktpersonen kann dem Krankenhauspersonal wichtige Hinweise geben – besonders dann, wenn Patient:innen selbst nicht mehr sprechen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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