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2025-157

Falsch ausgemessene Kompressionstrümpfe

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Fallbeschreibung:

Falsch ausgemessene Kompressionstrümpfe – CIRS-Fall

Kompressionstrümpfe wurden falsch per 3D Technik ausgemessen/ vermessen und als richtig ausgegeben. Rand ist 1cm zu weit und Kompression an den Beinen zu wenig. Der Haftrand rutscht dadurch.

Gut gelaufen:

Schnelle Terminvergabe und Vermessen der Strümpfe

Schlecht gelaufen:

Strümpfe schlagen an den Kniekehlen Falten und rutschen runter. Beim Tragen auf lange Dauer ist Kompression nicht gewährleistet und Therapieerfolg ist gefährdet. Dekubitusgefahr an den Kniekehlen.

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Vermessung der Beine.

Weitere Infos:

Erneute Vermessung abgelehnt.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Kompressionstrümpfe – also medizinische Strümpfe, die gezielt Druck auf die Beine ausüben, um die Durchblutung zu fördern – müssen sehr genau an die individuelle Beinform angepasst sein, damit sie ihre therapeutische Wirkung entfalten können. Wenn die Maße nicht stimmen, können die Strümpfe rutschen, Falten schlagen und im schlimmsten Fall die Haut an empfindlichen Stellen wie den Kniekehlen schädigen – ein Risiko, das nicht immer sofort sichtbar ist.

In dem geschilderten Fall wurden die Strümpfe mithilfe eines 3D-Verfahrens vermessen, die Ergebnisse lagen jedoch offenbar außerhalb der notwendigen Passgenauigkeit. Der Haftrand saß zu weit, die Kompression war unzureichend, und eine erneute Vermessung wurde abgelehnt. Solche Situationen können entstehen, wenn technische Verfahren und ihre Ergebnisse nicht ausreichend überprüft werden – sie sind kein Einzelfall.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer Kompressionstrümpfe verordnet bekommt, kann durch aufmerksames Beobachten und gezieltes Nachfragen dazu beitragen, dass die Versorgung gut gelingt.

  • Passform direkt nach der Anprobe prüfen: Noch in der Einrichtung ist es möglich, die Strümpfe kurz zu tragen und auf Auffälligkeiten zu achten – etwa ob der Rand rutscht, sich Falten bilden oder Druckstellen entstehen. Eine Rückmeldung vor Ort kann helfen, Probleme früh zu erkennen.
  • Konkret beschreiben, was nicht stimmt: Je genauer ein Problem benannt wird, desto leichter lässt es sich einordnen. Formulierungen wie „Der Haftrand rutscht bereits nach kurzer Zeit nach unten“ oder „In der Kniekehle bilden sich Falten“ machen deutlich, wo die Passform nicht stimmt.
  • Auf einer Nachkontrolle bestehen: Wenn eine erneute Vermessung abgelehnt wird, ist es möglich, die verordnende Ärztin oder den verordnenden Arzt einzubeziehen. Als verschreibende Person hat sie oder er ein Interesse daran, dass die Versorgung den Therapiezielen entspricht – und kann gegebenenfalls Einfluss auf das weitere Vorgehen nehmen.
  • Alternativanbieter ansprechen: Ein Wechsel zu einem anderen Sanitätshaus oder Hilfsmittelanbieter ist grundsätzlich möglich. Die Krankenkasse kann dabei Auskunft geben, welche Anbieter zugelassen sind und welche Schritte dafür notwendig sind.

Worauf Sie achten können

  • Sitzen die Strümpfe direkt nach dem Anlegen an Kniekehle, Wade und Oberschenkelansatz faltenlos an – ohne einzuschneiden oder durchzuhängen?
  • Bleibt der Haftrand auch nach einigen Schritten an Ort und Stelle, ohne zu rutschen?
  • Entstehen nach längerem Tragen rötliche Abdrücke oder Druckstellen an der Haut – insbesondere in den Kniekehlen?
  • Ist die Fachkraft bereit, Auffälligkeiten ernst zu nehmen und gegebenenfalls eine Nachvermessung oder Anpassung anzubieten?

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Therapeutische Einrichtung (Physio-, Ergo-, Logotherapie, Hebammenhilfe etc.), Ambulante Praxis, anderer Bereich
Geschlecht: weiblich

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