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2024-1423

Fehlende Drainage und falsche Schiene nach Knie-Operation

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Fallbeschreibung:

Knie-OP: Fehlende Drainage führt zu Not-Operation

Nach einer komplizierten Knie-Operation am rechten Bein wurden zwei Schrauben zur Platzierung der Patellasehne in den Schienbeinkopf gesetzt. Nach der OP wurde jedoch keine Drainage eingesetzt, was in Verbindung mit einer nicht passenden Knieschiene zu einem großen Hämatom und einer Not-OP 7 Tage nach der ersten OP führte, da es fast zum Compartment-Syndrom gekommen wäre. Eine passende Schiene in Verbindung mit einer geeigneten Drainage hätte die zweite OP sowie große Schmerzen und einen 2. stationären Aufenthalt über 5 Tage verhindern können.

Gut gelaufen:

Schnelles Handeln und Akzeptanz, dass etwas falsch gelaufen ist.

Schlecht gelaufen:

Kaum Aufklärung nach OP ob‘s gut verlaufen ist, Arzt hat sich nicht persönlich gemeldet (OP-Dauer 2h), falsche Schiene mit Abdruck an Einschnittstelle/ Wunde, keine Aufklärung über andere mögliche Schienen mit privater Zuzahlung, fehlende externe Drainage nach 1. OP.

Verbesserungsvorschläge:

Kommunikation, OP-Fehler

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation am Knie ist ein einschneidendes Erlebnis – körperlich wie emotional. Wenn im Anschluss Komplikationen auftreten und eine zweite Operation notwendig wird, ist das für Betroffene außerordentlich belastend.

In diesem Fall kam es nach einem kniechirurgischen Eingriff zu einem großen Bluterguss (Hämatom) – einer Ansammlung von Blut im Gewebe. Dieser entwickelte sich so stark, dass das sogenannte Kompartmentsyndrom drohte: ein Druckanstieg in einem abgeschlossenen Gewebebereich, der die Durchblutung gefährdet und medizinisch rasch behandelt werden muss. Eine Notoperation war die Folge. Berichtet wurde auch, dass die nach der ersten Operation angelegte Knieschiene an der Wundstelle Druck erzeugte und dass das Gespräch über den Operationsverlauf sowie mögliche Hilfsmitteloptionen als unzureichend erlebt wurde.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich nach einer Operation unsicher fühlt oder das Gefühl hat, wichtige Informationen nicht erhalten zu haben, kann aktiv nachfragen – das ist ein völlig berechtigtes Anliegen.

  • Nachfragen zum Operationsverlauf: Es ist möglich, nach dem Eingriff ausdrücklich um ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin zu bitten. Eine Frage wie „Können Sie mir erklären, wie die Operation verlaufen ist und was ich jetzt beobachten sollte?“ kann helfen, Unsicherheiten zu klären.
  • Hilfsmittel gezielt ansprechen: Wenn eine Schiene, Orthese oder ein anderes Hilfsmittel Druck auf die Wunde ausübt oder Schmerzen verursacht, ist es möglich, das Pflegepersonal oder den ärztlichen Dienst sofort darauf hinzuweisen – auch außerhalb der regulären Visite. Alternativen, etwa mit privater Zuzahlung, lassen sich erfragen.
  • Warnzeichen kennen: Starke oder zunehmende Schwellung, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder ungewöhnlich starke Schmerzen nach einer Operation können Hinweise auf eine Komplikation sein. Solche Symptome lassen sich dem medizinischen Personal umgehend melden – auch nachts oder am Wochenende.
  • Begleitperson einbeziehen: Besonders in den ersten Tagen nach einer Operation kann eine Vertrauensperson dabei helfen, Veränderungen am Körper zu bemerken, Fragen zu stellen und Informationen zu behalten.

Worauf Sie achten können

  • Sitzt ein Verband, eine Schiene oder eine Orthese so, dass er oder sie auf die Wunde drückt oder Schmerzen verursacht? Das lässt sich ansprechen und überprüfen lassen.
  • Nehmen Schwellung, Schmerz oder Taubheit im operierten Bereich zu, statt abzuklingen? Das ist ein Signal, das medizinisches Personal kennen sollte.
  • Wurde erklärt, wie der Heilungsverlauf aussehen soll und wann ein Arztbesuch notwendig ist? Diese Information lässt sich auch im Nachhinein einfordern.
  • Ist bekannt, an wen man sich außerhalb der Sprechzeiten wenden kann – zum Beispiel bei einer Nachsorgepraxis oder einer Notaufnahme?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus, Ambulante Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Geschlecht: männlich

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