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2024-134

Mangelhafte Aufnahme

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Fallbeschreibung:

Kommunikationspanne bei Krankenhausaufnahme – CIRS-Fall

Meine Mutter 86 wurde eingeliefert mit fieberhaftem Durchfall und Kreislaufproblemen.
Die Daten die der Krankenwagenbesatzung gegeben wurden, wurden nicht protokolliert also auch nicht weitergegeben. Nach 5 min wurde ich gefragt ob ich entscheiden kann über lebensverlängerte Maßnahmen oder Tod. Angeblich Vorhofflimmern.

In Wahrheit hatte meine Mutter panische Angst vor dem Krankenhaus, was den Kreislauf hochtrieb.
Diese Angst hatte ich eindringlich beschrieben wurde aber ignoriert. Dem Stationsarzt/ Der Stationsärztin war der Kreislauf egal er/ sie konzentrierte sich auf den Darm.

Nach 2 Tagen geht dieser in Urlaub, die Vertretung hatte sich nur mangelhaft eingearbeitet und wollte sie entlassen. Am nächsten Tag Diagnose Rotavirus was alle Symptome erklärte.
3 Tage unnütz Antibiotika verabreicht was den Körper weiter schwächte.

Gut gelaufen:

Nur die Physio

Schlecht gelaufen:

Aufnahmeprozedur mangelhaft Stationsarzt/ Stationsärztin mangelhaft ,Interessierte sich nicht für die Angaben der Angehörigen

Verbesserungsvorschläge:

Aufnahmeprozedur Menschlichkeit auf Station

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ältere Menschen in einer akuten Krise ins Krankenhaus eingeliefert werden, stehen Angehörige innerhalb kürzester Zeit vor enormen Herausforderungen – sie müssen Informationen weitergeben, Entscheidungen begleiten und gleichzeitig die Situation ihrer Verwandten im Blick behalten. Dass dabei wichtige Angaben nicht vollständig ankommen oder persönliche Hintergründe der Patientinnen und Patienten nicht berücksichtigt werden, ist eine Erfahrung, die Angehörige in der Notaufnahme immer wieder machen.

In diesem Fall war die betroffene Person selbst aufgrund ihres Zustands und ihres Alters nicht in der Lage, aktiv für sich einzutreten – das ist wichtig anzuerkennen. Die Angehörige hingegen war anwesend und hat versucht zu helfen, war dabei aber auf die Bereitschaft des medizinischen Teams angewiesen, diese Informationen aufzunehmen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen in einer ähnlichen Situation tun können

Wer eine nahestehende Person in die Notaufnahme begleitet, kann auf verschiedene Weisen dazu beitragen, dass wichtige Informationen nicht verloren gehen – auch wenn die Situation chaotisch und emotional belastend ist.

  • Informationen schriftlich vorbereiten: Es ist möglich, einen kurzen handgeschriebenen oder ausgedruckten Zettel mitzubringen, auf dem Name, bekannte Erkrankungen, aktuelle Medikamente, Allergien und – wenn relevant – besondere psychische Belastungen wie Angst vor Krankenhäusern festgehalten sind. Dieser Zettel kann direkt dem aufnehmenden Personal ausgehändigt werden und ist schwerer zu übersehen als mündliche Angaben.
  • Aktiv um Dokumentation bitten: Es ist möglich, konkret nachzufragen: „Können Sie bitte notieren, dass meine Mutter ausgeprägte Angst vor Krankenhäusern hat – das beeinflusst ihre Kreislaufwerte stark.“ Eine solche direkte Bitte kann dazu beitragen, dass die Information als relevant eingestuft und weitergegeben wird.
  • Den Übergang zu Vertretungsärztinnen und -ärzten ansprechen: Wenn ein Behandlungswechsel absehbar ist – etwa durch Urlaub oder Schichtwechsel –, ist es möglich, aktiv nachzufragen: „Wer übernimmt die Betreuung meiner Mutter ab Montag, und wie wird diese Person eingewiesen?“ Dieser Schritt kann helfen, Informationsverluste beim Wechsel zu verringern.
  • Beobachtungen festhalten: Es kann hilfreich sein, während des Aufenthalts kurze Notizen zu machen – was wurde wann gesagt, welche Behandlungen wurden durchgeführt, welche Fragen blieben offen. Diese Aufzeichnungen erleichtern es, im Gespräch mit dem Behandlungsteam gezielt nachzuhaken.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Notfallkarte oder ein Notfallblatt anlegen, das alle relevanten Informationen zur Person enthält – Diagnosen, Medikamente, Allergien, aber auch persönliche Besonderheiten wie Ängste oder Kommunikationsbedürfnisse. Dieses Dokument kann im Geldbeutel oder an einem gut sichtbaren Ort aufbewahrt werden.
  • Eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vorbereiten. Diese Dokumente regeln, wer im Ernstfall Entscheidungen treffen darf und welche Behandlungswünsche bestehen – so müssen Angehörige nicht ohne Grundlage innerhalb weniger Minuten über weitreichende Maßnahmen entscheiden. Beratung dazu bieten unter anderem Notare, Betreuungsbehörden und die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD).
  • Im Vorfeld – soweit möglich – mit der betroffenen Person über ihre Wünsche und Ängste sprechen und diese schriftlich festhalten. Auch Hinweise auf bekannte psychische Belastungen können Teil der Notfalldokumentation sein.
  • Die Möglichkeit kennen, eine Patientenfürsprecherin oder einen Patientenfürsprecher im Krankenhaus anzusprechen. Diese Personen sind in vielen Kliniken vorhanden und können dabei helfen, wenn Angehörige das Gefühl haben, dass wichtige Informationen nicht gehört werden.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger das Gefühl haben, dass Ihre Hinweise nicht ernst genommen wurden oder die Versorgung einer nahestehenden Person Fragen aufwirft, können Sie sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Ihre Erfahrungen können Sie außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichten – solche Berichte helfen dabei, Schwachstellen im System sichtbar zu machen und die Versorgung für alle zu verbessern.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Notaufnahme, sonstiger Bereich, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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